Eishockey

Zur „echten“ NHL fehlen Marco Kasper Millionen! ICE-League handelte sittenwidrig

Als erster Spieler, der letzte Woche in der ersten Runde des NHL-Drafts gezogen wurde, unterschrieb Marco Kasper Mittwoch einen sogenannten Einstiegsvertrag über drei Jahre. Der 18 jährige Österreicher trainiert derzeit im „Development Camp“ der Detroit Red Wings, in dem die Hoffnungen entwickelt werden. In Kasper sieht Steve Yzerman, der General Manager Detroits, viel Potenzial, zumal die Red Wings auf der Center-Position noch Nachholbedarf haben. Der Vertrag sichert Kasper, so wie es die NHL-Regeln vorsehen, pro Saison 950.000 Dollar, in Euro sind das derzeit 948.000, macht ihn damit schon zum Millionär. Der wird aber erst gültig, sobald er 10 NHL-Spiele absolviert hat. Sollte das diese Saison noch nicht passieren, verlängert sich aufgrund von Kaspers Alter der Vertrag automatisch um ein Jahr bis 2026.

Kurz nach Kaspers Unterschrift vermeldet Detroit auf der Homepage den Zuzug eines neuen Centers. Der 28 jährige Amerikaner Andrew Copp, der vergangene Saison bei Winnipeg und den New York Rangers auf 53 Scorerpunkte kam (21 Tore, 32 Assists) bekam einen Fünfjahresvertrag. Der ihm pro Saison 5,625 Millionen Dollar bringt. Zudem kam von Chicago der 26 jährige tschechische Flügel Dominik Kubalik. Er verdient pro Saison nur 2,5 Millionen. Das ist die „echte“ NHL. Zu der fehlen Kasper, wenn man es an seinem Einstiegssalär misst, im Vergleich zu Copp derzeit 4,675 Millionen. Das kann sich ändern. Kasper ist ja zehn Jahre jünger als Copp. Der KAC darf sich nach der Unterschrift Kaspers eine sechsstellige Summe von der NHL freuen. Eine Art Ausbildungsentschädigung von der besten Liga der Welt.

In Wien fällte das Arbeits- und Sozialgericht ein Urteil, das kein gutes Licht auf die Chefetage der ICE League um Präsident Jochen Pildner-Steinburg und Manager Christian Feichtinger wirft. Die forderte zu Beginn der letzten Saison von den Spielern einen Verzicht auf jegliche Schadenersatzforderungen, falls sie Schäden aus einer Covid-Infektion erleiden sollte. Viele wandten sich an die Vereinigung der Spieler, deren Juristen rasch die Sittenwidrigkeit dieser Klausel feststellten. Trotz vieler Versuche der Spielervertreter Sascha Tomanek und Patrick Harand kam es zu keinem Einlenken der Liga. Unter Druck der Vereine unterschrieben die Spieler in letzter Sekunden die Erklärung. Mit einer Ausnahme: Shawn Lalonde, damals Top-Verteidiger der Vienna Capitals, die ihn daraufhin fristlos entließen. Der Kanadier rief, unterstützt von der Spielervereinigung, das Gericht an, das in erster Instanz deren Rechtsmeinung bestätigte. Ein klares Zeichen, dass die rechtlichen Bewertungen der Liga nicht automatisch richtig sind. Die Capitals müssen Lalonde die Kündigungs-Entschädigung zahlen und zudem die gesamten Prozesskosten, mehrere tausend Euro, übernehmen. Franz Kalla, der General Manager der Capitals, ist Vizepräsident der Liga,

 

 

Foto: Detroit Red Wings.

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