Fußball

Ausverkauft in Franzstadt: Peter Stöger kann Geschichte schreiben

Ferencvaros ist der IX. Bezirk von Ungarns Hauptstadt Budapest. Heißt auf deutsch Franzstadt, wurde so nach dem österreichischen Kaiser Franz, den Ersten, benannt. Dienstag Abend kann in Franzstadt Kaiser Peter gekrönt werden: Wenn es Peter Stöger mit Ungarns Meister Ferencvaros Budapest gelingt, über Youngs Boys Bern in die Gruppenphase der Champions League zu kommen. Das Hinspiel in der  Schweiz ging 2:3 verloren, die Chancen alles umdrehen, sind da. Das weiß auch Stöger. Wenn es  gelingt, dann hat er Geschichte geschrieben: Dann wäre Ferencvaros zum zweiten Mal hintereinander in der Königsklasse dabei. Das gelang zuvor noch keiner ungarischen Mannschaft. Das Ferencvaros-Stadion, das Groupama-Arena heißt, wenn nicht im Europacup gespielt wird, ist mit 22.500 Zuschauern ausverkauft. Schweizer Fans dürfen laut UEFA-Bestimmungen nicht hinein. Also 100 Prozent Heimvorteil für die Grün-Weißen aus Budapest.

Stöger war zweimal mit Austria Meister, einmal als Sportdirektor, einmal als Trainer. Er stieg mit dem 1. FC Köln in die Bundesliga auf, kam bis in die Europa League, schaffte mit Borussia Dortmund das Ticket für die Champions League. Aber mit Ferencvaros die Gruppenphase zu erreichen, würde alles toppen, wäre das Highlight seiner Trainerkarriere: „Es sind schon alle zufrieden, dass wir auf jeden Fall im Herbst in der Europa League spielen, aber es wollen auch alle noch mehr“, erzählt Stöger. Das gilt auch für ihn. Auf seiner Visitenkarte als Trainer fehlt die Gruppenphase der Champions League, die er als Spieler mit Rapid 1996 erreicht hatte. Er weiß also, wie gut sich das anfühlt.

Sowohl Young Boys als auch Ferencvaros  durften am Wochenende nicht in der nationalen Meisterschaft pausieren, um ausgeruht in das entscheidende Duell zu gehen: „Wir müssen defensiv kompakter sein als in Bern“, weiß Stöger. Aber sein belgischer Abwehrchef Samy Mmaee, der im ersten Spiel doch abging, dürfte nicht fit werden, wie am Berner Kunstrasen  fehlen. Sowohl bei Ferencvaros als auch beim Schweizer Champion kehren je ein im Hinspiel gesperrter zurück: Bei den Ungarn Linksverteidiger und Kapitän Elder Civic, bei Young Boys Mittelfeldregisseur Michael Aebischer. Wer hilft mehr?

Ferencvaros hat am Weg in die  Play-offs  die drei Heimspiele gegen Pristina aus dem Kosovo, Schalgiris Wilna aus Litauen und Slavia Prag gewonnen, ohne ein Gegentor zu kassieren. Erzielte dabei sieben Treffer. Keiner gelang Franck Boli, dem bulligen Doppeltorschütze von Bern (Bild oben). Stöger hofft, das er Dienstag auch daheim trifft: „Nach dem ersten Heimspiel gegen Pristina gab´s eine bisschen heftigere Aussprache zwischen uns, weil mir einiges nicht gefiel. Er bekam eine Pause, hat daraus die richtigen Schlüsse gezogen. Jetzt  funktioniert´s offenbar. Hoffentlich noch einmal so wie in Bern!“

Foto: Fradi.Hu.

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