Eishockey

Empty Net-Spezialist Michael Grabner schrieb Rangers-Geschichte!

Es kann keinen in Österreichs Eishockeyszene geben, der sich nicht mit  Manuel Geier freut, dem 29jährigen Kapitän des KAC aus der Steiermark. Im Sommer gab es für ihn einen Schock, als bei den Voruntersuchungen zu einer Leistenoperation ein bösartiger  Tumor an der Niere zum Vorschein kam, der am 3. Juli in Klagenfurt  entfernt wurde. Praktisch fünf Monate danach feierte Geier Freitag Abend in einer Linie mit seinem jüngeren Zwillingsbruder Stefan und Routinier Thomas Koch sein Comeback, erzielte in Bozen beim 2:0 des Tabellenzweiten hinter Meister Vienna Capitals das Führungstor. Perfekter geht´s nicht. Und die Belohnung für Manuel Geiers Devise: Niemals aufgeben, immer kämpfen!

Es kann auch keinen in der rot-weiß-roten Eishockeyszene geben, der sich nicht mit Michael Grabner freut. Wenn ein Österreicher sich in die Geschichtsbücher der New York Rangers einträgt, dann ist das etwas ganz besonderes. Gelungen ist dies dem 30jährigen Villacher Freitag Abend im Madison Square Garden beim 5:1 gegen die Carolina Hurricanes, die bereits nach 46 Sekunden in Führung gegangen waren. Mit dem fünften Hattrick in seiner NHL-Karriere, in der er am Dienstag beim Titelverteidiger Pittsburgh Penguins mit Superstar Sid Crosby sein 500. NHL-Spiel im Grunddurchgang bestreiten wird. Im 499. traf Grabner in der 22. Minute zum 2:1, in der 58. zum 3:1, in der 59. zum 4:1. Danach gab´s den sogenannten Kapperl-Regen für den Kärntner: Die Rangers-Fans warfen zum Zeichen des Jubels und des Respekts ihre Kappen in blau, rot und schwarz auf die Eisfläche. Ein denkwürdiger Abend, denn Grabner erzielte das 3:1 und 4:1 ins leere Tor, als Carolinas Coach Bill Peters Keeper Scott Darling für einen sechsten Feldspieler vom Eis geholt hatte, Zwei „empty net“-Goals bei einem Hattrick erzielte zuvor kein Spieler der Rangers. Grabner, klarerweise zum „man of the match“ gewählt, sorgte auch für eine Premiere.

Seinen ersten NHL-Hattrick erzielte er im April 2010 für die Vancouver Canucks  beim 5:4-Auswärtssieg über die Anaheim Ducks. Dann folgten in siebeneinhalb Jahren einer für die New York Islanders und zwei für die Rangers. Sein Trainer bei den Hattricks eins, drei, vier und fünf hieß immer Alain Vigneault. Der 56jährige  hatte Grabner 2016 von den Toronto Maple Leafs an den Big Apple geholt: „Michael ist mit einer sensationellen Schnellgikeit, durch die er immer wieder Löcher in der gegnerischen Defensive findet, eine Schlüsselfigur bei uns“, lobte Vigneault nach Grabners Gala gegen Carolina. Die Rangers sind nach schwachem Saisonsart durchaus auf Play-off-Kurs, derzeit im Osten hinter Tampa Bay, Columbus, Toronto, den Lokalrivalen New Jersey Devils und New York Islanders sowie Pittsburgh auf Rang sieben. Grabners Bilanz nach 26 Partien: 13 Tore und zwei Assists, bei der Bilanz der Tore, die für und gegen die Rangers fielen, als er am Eis war, hält er bei plus elf. Das ist ein sehr starker Wert. Zehn der 13 Tore erzielte Grabners im letzten Drittel, sechs ins „empty net“. Wenn er Gegner ohne Tormann spielt,  bringt Vigneault immer Grabner, um seine Schnelligkeit auszunützen. In dieser Saison entwickelte er sich zum „empty net“-Spezialisten.

Mit seinen 13 Treffern ist Grabner bisher der beste Torschütze der  Rangers in der Jubiläumssaison der NHL, gefolgt von Center Mika Zibanejad mit elf. In der NHL-Torschützenliste, die Washingtons Russe Alexander Owetschkin anführt, liegt Grabner auf  Platz 19. Das alles, speziell das Lob von Coach Alain Vigneault läßt derzeit darauf schließen, dass General Manager Jeff Gorton den am Saisonende auslaufenden Vertrags Grabners verlängern wird.

Foto: Official Twitter Page M.Grabner.

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