Fußball

Salzburgs Fehler und LASK-Siege sorgen für neue Brisanz

Wenn Red Bull Salzburg 2:0 führt und dann nicht gewinnt, hat dies Seltenheitswert. Sonntag ist das passiert. Damit gewann Salzburg auch das zweite Duell gegen Wolfsberg nicht. Nach dem 0:0 in Kärnten am Mittwoch vier Tage später in Salzburg nur 2:2 (1:0), wobei in  der 80. und 84. Minuten der Sieg verloren ging, obwohl Wolfsbergs Torjäger Shon Weissman im Duell mit Jerome Onguene (Bild oben) wieder leer ausging: „Wir machten einfach Fehler, hätten beide Spiele gewinnen müssen“, fand Trainer Jesse Marsch, „sind aber weiter in einer Superposition!“ Max Wöber rechnete nach dem Schlusspfiff aus, das Mittwoch Abend in Hütteldorf gegen seinen Ex-Klub Rapid die Titelverteidigung fixiert werden kann. Er hat aber nur dann recht, aber wenn auch das Protestkomitee der Bundesliga „mitspielt“, indem es den Sechspuntkeabzug des LASK bestätigt. Die Linzer machten durch ihren zweiten Sieg über Sturm, das 2:0 (1:0) in Graz, die Liga jedenfalls wieder brisant  Ohne Punkteabzug wäre der LASK nicht vier Punkte hinter Rapid  Dritter, sondern zwei Punkte vor Rapid Zweiter. Und würde nach Salzburg Fehler nur vier Zähler hinter Platz eins liegen. Dann wäre Mittwoch kein Salzburger Meisterstück möglich.  Das Protestkomitee als „Spielmacher“ der Liga – das Urteil der zweiten Instanz soll es noch vor der Mittwoch-Runde geben

Als Salzburg durch Enock Mwepu nach 71 Minuten das zweite Tor gelang, schien alles erledigt zu sein. Denn der Tabellenführer hätte schon weit höher führen müssen, scheiterte aber wie Mittwoch oft an Wolfsbergs Keeper Alexander Kofler. Und wie aus dem Nichts schlugen die Kärntner ab der 80.Minute zurück. Zunächst traf Salzburgs Kapitän Ulmer in seinem 300. Bundesligaspiel zum dritten Mal in seiner Karriere ins eigene Tor, als er vor Weissman retten wollte. Vier Minuten später sorgte Wolfsbergs Kapitän Michael Liendl unter Mithilfe von Tormann Cican Stankovic für den Ausgleich. Stichwort Liendl: Wolfsbergs Trainer Ferdinand Feldhofer ließ ihn ebenso überraschend zu Beginn auf der Bank wie Weissman. Liendl kam bereits kurz kurz nach Salzburgs Führung durch Masaya Okugawa für Youngster Kai Stratznig, Weissmann erst zur zweiten Hälfte. Er ging dann leer aus, behielt aber Platz eins in der Schützenliste, da Salzburgs Patson Daka alle seine Chancen fast fahrlässig ausließ. Daher führt Weissmann weiter 25:23.

LASK siegte in Graz auch ohne den angeschlagenen Kapitän Gernot Trauner und Philipp Wiesinger im Abwehrzentrum. Dazu leisteten Sturm aber Mithilfe: Zunächst durch Gelb-Rot des albanischen Stürmers Bekim Balaj nach einer halben Stunde. Und denn durch das unnötige Elfmeterfoul von Lukas Jäger knapp vor dem Pausenpfiff. So gelang dem LASK die Führung durch Marko Raguz. Selbst gegen zehn Grazer taten sich die Linzer etwas schwer, bis sich die Grazer nochmals dezimierten. Gelb-Rot für Isaac Donkor, wie beim Heimdebakel gegen Salzburg. Zwei Ausschlüsse des Ghanesen in vier Runden, schon fünf für den Letzten in der Meisterrunde. Gegen neun Grazer machte Samuel Tetteh alles klar. Die Linzer blieben nach dem Sieg in der Steiermark, da sie Mittwoch in Hartberg gastieren. Und warten gespannt,wie das  Protestkomitee entscheiden wird.

Foto: Red Bull Salzburg.

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