Fußball

Stöger und der Fluch auf Rang sieben

Peter Stöger und der 1.FC Köln müssen aufpassen: Seit fünf Pflichtspielen ohne Sieg, in der Bundesliga dabei von 12 möglichen Punkte nur einen geholt, dazu das Pokal-Aus in Hamburg. In einer Tabelle der letzten 14 Runden scheint Köln nur an 16. Stelle auf. Der verflixte siebente Platz, den die Kölner seit November belegen, scheint die Mannschaft verrückt zu machen. Für die von ganz Köln ersehnte Qualifikation für den Europacup würde der nur reichen, wenn einer aus den Top sechs den Pokal gewinnt. Vielleicht lenken die ständigen Europa-Diskussionen in der Domstadt die Spieler zu sehr ab, tragen ihren Teil dazu bei, dass nur zwei Siege in zehn Spielen gelangen, seit der  FC Siebenter ist. Von  hinten rückten die Konkurrenten wie Leverkusen, Freiburg und Gladbach nach, der Abstand nach vorne wird auch nicht kleiner.

Sportvorstand Jörg Schmadtke formulierte es in seiner drastischen, trockenen Art, dass die Rumlaberei nicht hilft, nur Siege Mut machen könnten.  Stöger redet seit Wochen seinen Spielern ins Gewissen, die Tabelle komplett auszublenden, sich nur auf die Leistung  zu konzentrieren.Das internationale Geschäft darf kein Thema sein. Dass Köln trotzdem noch immer  auf Rang sieben liegt, zeigt Stöger auch,  dass die Liga über eine ganze Saison nicht so einfach zu spielen ist: „Sonst wären wir längst überholt worden“. Um höchste  Konzentration zu erreichen,  ließ er, was sonst gar nicht seine Art ist, am Trainingsplatz Sichtschutz-Planen anbringen, damit seine Mannschaft wirklich  unbeobachtet und ohne Ablenkungen  Offensiv- und Defensivvarianten üben kann.

Denn jetzt sieht Stöger nach den Pleiten in  Leipzig und gegen Bayern, die nicht unerwartet kamen, machbare Aufgaben, wie er es sagt: Samstag in Ingolstadt, dann daheim gegen Hertha BSC Berlin und darauf in Hamburg. Aber die Personalsituation macht alles nicht einfacher. Diese Wochen lagen alle drei Torhüter flach. Entweder mit Grippe oder  Bluterguss.Für Stöger ist´s eine besondere Situation: Er wartet in Sachen Gesundheit und Fitness bis Samstag früh ab, entscheidet dann, wer in den Flieger zum Abendspiel nach Bayern steigt.Wie es aussieht,könnte Stammtorhüter Timo Horn nach Monaten sein Comeback feiern, Kapitän Matthias Lehmann erstmals in diesem Jahr spielen. Auf jeden Fall freuen sich Stöger und Assistent Manfred Schmid auf ein Wiedersehen mit Markus Suttner, einem Schützling aus der letzten Meistersaison mit Austria. Drei Niederlagen hintereinander kassierte Köln in Stögers Ära zuletzt vor drei Jahren.

Laut den tipp3-Quoten (siehe unten) wäre ein Heimsieg des Vorletzten Ingolstadt gegen die Kölner das Ergebnis, das am ehesten zu erwarten ist – das meiste könnte man mit einem Unentschieden „verdienen“. Ganz klar der Favorit ist  Ralph Hasenhüttl mit  dem Zweiten RB Leipzig daheim gegen den VW-Klub Wolfsburg, auch wenn Stefan Ilsanker gesperrt ist. Als Ersatz für seinen Landsmann wählt Hasenhüttl zwischen Dayot Upamecano, dem Wintereinkauf aus Salzburg und Rami Khedira, dem jüngeren Bruder des deutschen Weltmeisters. Noch ein größere Favorit als Leipzig ist  Meister Bayern in München mit David Alaba  gegen den Sechsten Frankfurt. Der spanische Routinier Xabi Alonso kündigte an, nach der Saison mit 36 Jahren seine Karriere zu beenden. Aber deswegen wird´s für Alaba nicht leichter, künftig den von ihm  erhofften Platz im zentralen Mittelfeld zu erobern. Gewinnt Bayern heute wie erwartet,wäre Köln mit einem Sieg in Ingolstadt vor Frankfurt. Aber daran zu denken, hat Stöger seinen Spielern verboten.

Leverkusen versäumte Freitag Abend, mit einem Heimsieg über Werder Bremen zum Debüt von Trainer Tayfun Korkut, zu dem dessen Freund Jogi Löw gekommen war, Köln einzuholen.Es gab nur ein 1:1, weil Kapitän Ömer Toprak in der 95. Minute mit der letzten Aktion einen Elfmeter vergab. Korkut bot Aleksandar Dragovic im Abwehrzentrum und Julian Baumgartlinger im defensiven Mittelfeld auf. Als Toprak den Penalty vergab, war Bremens Kapitän Zlatko Junuzovic nicht mehr am Rasen – fünf Minuten zuvor gegen Landsmann Florian Kainz  ausgetauscht. Für Florian Grillitsch war das Match 20 Minuten früher beendet. In der zweiten Liga marschierten Christopher Trimmel und Emanuel Pogatetz mit Union Berlin weiter in Richtung Aufstieg: Nach dem 2:1 im Kultderby gegen St. Pauli in Hamburg, bei dem Trimmel das zweite Tor vorbereitete, nur noch zwei Punkte hinter Tabellenführer VfB Stuttgart (1:1 gegen Bochum).

 

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