Fußball

Tag der Unentschieden: Gemischte Gefühle bei Kühbauer, Herzog stocksauer

Ein Samstag der Unentschieden in der Qualifikationsgruppe: Der LASK ging beim Trainerdebüt von Didi Kühbauer gegen Hartberg dreimal in Führung, schaffte aber nur ein 3:3 (2:2), auch weil der Ex-Hartberger Sascha Horvath in der 93. Minuten einen Elfmeter vergab, nur die Latte traf. Admira und Schlusslicht Altach holten daheim gegen WSG Tirol und Ried ein 0:1 auf, aber das 1:1 war besonders für die Vorarlberger zu wenig. Denn es bleibt bei vier Punkten Rückstand auf Ried, je fünf auf Hartberg und Admira. Das sieht es zwei Runden vor Schluss schon sehr düster aus. Altach braucht nächsten Samstag in der Südstadt gegen Admira drei Punkte, sonst ist alles aus.

Die Unentschieden sorgten für gemischte Gefühle. Der einzige der sechs Trainer, der wirklich zufrieden sein konnte, war Thomas Silberberger. Weil die Tiroler Platz eins mit drei Punkten Vorsprung verteidigten, nicht mehr absteigen können, die Chance auf die Play-offs um einen Europacup-Platz sehr groß ist. In Altach gab es durch die geöffneten Stadiontore volle Tribünen mit 8000 Zuschauern, die für Stimmung sorgten. Aber nach dem Schlusspfiff war es sehr ruhig. Weil alle wussten: Das reicht nicht. Nur ein Heimsieg in der ganzen Saison (übrigens gegen Rapid), das ist zu wenig. „Wir haben uns nicht heute in dieser prekäre Situation gebracht, wir waren besser, hätten 4:1 oder 5:1 gewinnen müssen!“, ärgerte sich Trainer Ludovic Magnin.  Passierte aber nicht. Daher ändert es auch nichts, dass der Schweizer temperamentvoll Fortschritte seit Jänner reklamierte: „Als ich kam, gab es keine Torchancen. Jetzt haben wir welche!“ Aber wenn sie nicht genützt werden, bringt das nicht die nötigen Punkte zur Rettung.

Kühbauer sprach von einem Match, das man aufgrund der dominanten zweiten Hälfte gewinnen hätte müssen, glaubte, dass man auf der Leistung aufbauen könne: „Aber wir haben nicht richtig verteidigt, sonst hätten wir nicht in der ersten Hälfte zweimal so schnell den Ausgleich kassiert!“ Sein Hartberger Kollege Klaus Schmidt hatte mit den Jokern Seth Paintsil und Donis Advidjaj mehr Glück als Kühbauer: Paintsil machte das 3:3 von Advidjaj möglich. Der Südkoreaner Hyun-Seon Hong holte für die Linzer zwar den Elfmeter heraus, aber das reichte nicht für drei Punkte. Jetzt wartet auf Kühbauer das Oberösterreich-Derby in Ried.

Die Admira nützte 12:3-Torschüsse bis zur Pause nicht zur Führung, geriet nach 70 Minuten durch das erste Tor von Linksverteidiger Kofi Schulz für die Tiroler in Rückstand, glich durch den ersten Treffer von Innenverteidiger Luan Leite noch aus. Lud aber dann durch schlimme Fehler Tirols zweimal zum Siegestreffer ein. Tirols albanischer Torjäger Giacomo Vrioni nahm die Geschenke an. Herzog schleuderte am Weg in die Kabine seine Jacke wütend auf den Boden: „Wie wir in den letzten 20 Minuten spielten, das ist für mich schwer zu verdauen. Das ist einfach zu wenig, da hab ich andere Ansprüche!“ Darum ging er lieber in sein Zimmer als zur Mannschaft.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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