Fußball

Von Fuschl an die Stamford Bridge: Neue Hoffnung für Hütter

Fußball-England im Freudentaumel über das Aufstiegswunder des FC Liverpool an der Anfield Road. Diese Stimmung erfasste auch London. In die tauchten Mittwoch Adi Hütter und Martin Hinteregger mit Eintracht Frankfurt ein. Auf die englische Beteiligung im Endspiel der Champions League soll auch eine im Finale der Europa League in Baku folgen. Durch Chelsea gegen Deutschlands letzte Europacup-Hoffnung und möglicherweise Arsenal, wenn das 3:1 vom Heimspiel gegen Valencia reicht.  Dazu müssen die „Blues“ kein Husarenstück wie Liverpool liefern. An der Stamford Bridge würde Donnerstag Abend nach dem 1:1 von Frankfurt schon ein torloses Unentschieden reichen. Ob es Eintracht Frankfurt vier Tage nach dem schlimmen 1:6 in Leverkusen schafft, das zu verhindern? Zu sehen ist dies live im Free-TV bei Puls 4 und RTL.

Es gibt zwei gute Omen für Frankfurt, um dies zu verhindern. Das erste kommt aus Rumänien. Das ist Schiedsrichter Ovidiu Hategan, weil er auch bei Frankfurts 1:0-Auswärtssieg gegen Inter in Mailand pfiff, das den Aufstieg ins Viertelfinale brachte. Ein 1:0 in London würde zur Topsensation reichen. Und das zweite trainierte bereits Dienstag in Frankfurt mit, kam direkt aus Fuschl: Sebastien Haller, der französische „Torbüffel“. Die Behandlung seiner Bauchmuskelverletzung beim Therapeutenduo Franz Leberbauer und Sabine Schäffer (Bild oben) brachte das erhoffte Ergebnis.  Hütter kannte Leberbauer aus gemeinsamen Zeiten bei Austria Salzburg, Er war Kapitän, Leberbauer an der Seite von Trainer Hans Krankl für die Fitness zuständig. Haller konnte seit Anfang April nicht mehr spielen, versäumte acht Partien, die Behandlung half nicht, sogar eine Operation stand zur Diskussion. Fünf Tage vor dem ersten Spiel  gegen Chelsea kam Haller auf Hütters Initiative zu Leberbauer nach Fuschl. Die Therapie begann, wurde kurz unterbrochen, da Haller das erste Duell auf der Tribüne des Waldstadions verfolgen wollte. Ging danach weiter. Leberbauer machte von Beginn an Frankfurts Sportvorstand Fredy Bobic, Hütter und Sportdirektor Bruno Hübner klar, dass in der kurzen Zeit die Verletzung nicht vollständig ausgeheilt werden könne. Man einigte sich darauf, dass alles versucht werden soll, damit Heller  für Kurzeinsätze in den letzten drei Spielen zur Verfügung steht. Gegen Chelsea, Sonntag im Mainderby gegen Mainz und eine Woche darauf in München gegen Bayern. Es geht ja nicht nur um das Finale von Bau, sondern um Frankfurts erste Qualifikation für die Champions League.

Mit Hilfe von Koordinationsübungen, Schwimmen und Joggen im Wald scheint es gelungen zu sein. Der Franzose stellte Fotos von sich beim Schwimmen ins Netz. Er schwamm sich offenbar fit für die Stamford Bridge. Dienstag flog er nach Frankfurt, um beim Belastungstraining den Fitnesstest zu absolvieren. Am Nachmittag bekam Leberbauer in Fuschl den Anruf: Keine Schmerzen, kein Problem, Heller flog Mittwoch mit der Mannschaft nach London.  Mit seinen 1,90 Metern Körpergröße und 91 Kilogramm könnte er ein wichtiger Faktor gegen Chelsea ein, wie Hütter nach dem Abschlusstraining an der Stamford Bridge bestätigte: „Er ist relativ schmerzfrei, daher ein Thema.“  Aber es muss mehr von Frankfurt kommen, um bestehen zu können: „In Leverkusen sind wir überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen, was sonst unsere Stärke ist. Das darf und wird sich nicht wiederholen“, wusste Hütter, machte in Zuversicht. „Wir werden nicht untergehen.“ Mehr Selbstvertrauen hat aber sicher Chelsea trotz des Ausfalls von Weltmeister Ngolo Kante im Mittelfeld.  Drei Tage nach dem Frankfurter 1:1 gelang es, in der Premier League mit dem 3:0 über Watford Rang drei zu erobern. Eden Hazard & Co brauchen also  gar nicht die Europa League, um in die Königsklasse zu kommen. Das schafften sie bereits vor der letzten Runde über die heimische Liga.

Mittwoch Abend bekamen Hütter und seine Spieler im Hotel vor dem TV-Schirm mit, wie der Jubel in England ins unermessliche stieg, als auch Tottenham mit einem Husarenstück das Endspiel der Champions League erreichte. Die Fans auf der Insel wollen jetzt auch eine englischen Finale in der Europa League. Es liegt auch an Hütter und Hinteregger, das zu verhindern.

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Foto: Leberbauer.

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