Fußball

Bella Italia! Das zweite 3:0 und der Erste im Achtelfinale!

Bella Italia! Die Squadra Azzura ist bis jetzt ganz klar die beste und am attraktivsten spielende Mannschaft bei dieser Europameisterschaft. Freitag zur Eröffnung im Olympiastadion von Rom 3:0 gegen die Türkei, Dienstag an gleicher Stelle 3:0 (1:0) gegen die Schweiz. Damit ist Italien als erste Mannschaft bereits im Achtelfinale, wird das als Gruppensieger im Londoner Wembley-Stadion am 26. Juni gegen den Zweiten der Gruppe C bestreiten. Das könnte Österreich sein. Die Mannschaft von Teamchef Roberto Mancini ist jetzt seit 29 Spielen ungeschlagen, kassierte seit 965 Minuten kein Tor. Eine Machtdemonstration.

Beim zweien 3:0-Sieg stand  Manuel Locatelli im Mittelpunkt. Der Mann mit der Nummer fünf kam nur durch eine Knieverletzung von Marco Verratti in die Stamm-Mannschaft. Der 23 jährige von Sassuolo, der bei Juventus auf der Wunschliste steht, drückte dem Spiel mit seinem Doppelpack innerhalb von 26 Minuten, den Toren zum 1:0 (26.)  und 2:0 (52.) seinen Stempel auf. Das erste Tor widmete er nachher als „man of the match“ seiner Verlobten und der Familie, das zweite allen Italienern. Der auffälligste Unterschied zu früheren italienischen Nationalteams: Es gibt keinen herausragenden Star, keinen schwachen Punkt,  ein Vorsprung wird nicht mehr verwaltet, sondern es wird weiter gestürmt und gepresst. Für das 3:0 sorgte  Torjäger Ciro Immobile knapp vor Schluss. Er hält nach zwei Spielen bie je zwei Toren und Assists. Eine Erinnerung an frühere Zeiten ist hingegen das hellblaue Sakko von Mancini, das er gegen die Schweizer wegen der hohen Temperaturen in Rom ablegte: Es soll eine Erinnerung an das helle Sakko sein, das der legendäre Teamchef Enzo Bearzot 1982 in Spanien trug, als Italien Weltmeister wurde.

Die Schweiz steht mit nur einem Punkt mit dem Rücken zur Wand, blieb bisher hinter den Erwartungen. Von bester „Nati“ aller Zeiten keine Spur. Die größten Schlagzeilen passierten außerhalb des Spielfelds: Kapitän Granit Xhaka und Innenverteidiger Manuel Akanji ließen einen Friseur nach Rom einfliegen, der ihnen die Haare blond färbte. Die „Blondies“ blieben chancenlos, haben drei Punkte Rückstand auf Wales. Denn die Waliser mit ihrem „Reserve-Teamchef“ Rob Page bezwangen in Baku die schwache Türkei 2:0 (1:0). Tausende fanatische türkische Fans unter den 30.000 Zuschauern waren ähnlich entsetzt wie Staatschef Recep Erdogan auf der Ehrentribüne. Gareth Bale bereitete die Waliser Tore durch Juventus-Legionär Aaron Ramsey knapp vor er Pause und Connors Roberts in der 95. Minute vor, vergab dazwischen einen Elfmeter, den er in die Wolken schoss. Bei den Verlierern spielte Ex-Rapidler Mert Müldür ab der 73. Minute linker Verteidiger, ließ sich vor dem zweien Treffer von Bale austanzen. Aber da war das Spiel schon verloren.  Sonntag wird es zwischen der Schweiz und der Türkei in Baku um Platz drei gehen.

Die Aufstiegschancen wahrte Russland in St. Petersburg vor 34.000 Zuschauern mit dem verdienen 1.0 (1:0) gegen Finnland. Nach dem Schlusspfiff riss Teamchef Stanislaw Tschertschessow die Arme in die Höhe. Der ehemalige Tormann und Trainer des FC Tirol brachte im Vergleich zum 0:3 gegen Belgien vier neue Spieler, darunter den Tormann, vertraute neu auf Matvey Safonov von Krasnodar. Der wurde wenig geprüft. Für das spektakuläre Goldtor sorgte Aleksey Miranchuk, Legionär in Italien bei Atalanta Bergamo.

 

 

Foto: UEFA.

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