Fußball

Der VAR-Schwachsinn wie bei Österreich in Wembley krönte Weltmeister Frankreich

Der Video Assistant Referee sorgte in seiner ersten Saison in Österreich mit schwer nachvollziehbaren Entscheidungen bisher für einiges Kopfschütteln. Aber das passiert auch international.  Sonntag Abend auch im Mailänder Finale der Nations League. In dem gelang Weltmeister Frankreich seine zweite Aufholjagd. Im Semifinale gegen Belgien von 0:2 auf 3:2, im Endspiel gegen Spanien von 0:1 auf 2:1 und zu einer Siegesprämie von 4,5 Millionen Euro. Und daran entscheidend beteiligt wie bei Österreichs k.o. im Achtelfinale der Europameisterschaft gegen den späteren Europameister Italien in Wembley: Der englische Referee Anthony Taylor und sein VAR, Stuart Attwell. Aber sie haben nicht die Hauptschuld daran, sondern das Regelwerk. Das  im ORF-Studio am Küniglberg Herbert Prohaska schlicht und ergreifend als „Schwachsinn“ bezeichnete. Beim aberkannten Tor von Marko Arnautovic in Wembley, das Österreichs Aufstieg nach regulärer Spielzeit bedeutet hätte, stand er wenigstens tatsächlich mit einer Fußspitze im Abseits.

64 Minuten war das Endspiel zum Einschlafen. Viel Ballbesitz, keine Torszenen. Dann ein Lattenknaller von Frankreichs Theo Hernandez. 32 Sekunden später im Gegenstoß sorgte Pablo Sarabia, Reservist von Paris St. Germain für Spaniens Führung, als er Dayot Upamecano, Ex-Salzburg-Legionär in Diensten von Bayern München, alt aussehen ließ und ins lange Eck traf. Aber zwei Minuten später kam die Antwort von Karim Benzema. Vom linken Strafraumeck Schlenzer ins lange Eck, den Spaniens Tormann Unai Simon nur berührte. Und dann der VAR-Schwachsinn nach  80 Minuten: Beim Abspiel von Theo Hernandez stand Kylian Mbappe einen Schritt im Abseits, bevor er nach einem „Übersteiger“ Unai Simon bezwang.

Aber Attwell entschied nach minutenlanger Prüfung auf korrektes Tor, weil Spaniens Innenverteidiger vom FC Barcelona, Erik Garcia, beim Versuch den Pass zu Mbappe mit Sliding Tackling abzufangen, den Ball noch berührte. Was Prohaska nicht gelten ließ: „Bisher zählt, dass der Zeitpunkt des Abspiels entscheidend ist. Alles andere, was dazu jetzt erfunden wurde, ist nur  Schwachsinn.“ Damit hat er recht. Aber es änderte nichts: Frankreich triumphierte, Didier Deschamps ist damit als Teamchef Weltmeister und Nations League-Gewinner, als Spieler Welt-und Europameister.

 

Foto: Twitter.

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