Fußball

Die Polizei und Rapids Weihnachtsklassiker

Es war zu fortgeschrittener Stunde Montag Abend bei der  Rapid-Weihnachtsfeier, als die grün-weiße Stimme Andy Marek seine warnende Stimme erhob. Alle, die sich vielleicht das ein oder andere Getränk gönnten, sollten sich gut überlegen, ins Auto zu steigen und heim zu fahren. Denn es könnte gut möglich sein, das viel Polizei rund um das Allianz-Stadion postiert ist. Dass dies eine  Revanche für die Kritik der grün-weißen Chefetage am Einsatz der Exekutive gegen Rapid-Fans am Sonntag beim Derby rund um Austrias Generali-Arena gewesen sein könnte, sagte Marek nicht. Wäre auch nicht wirklich passend gewesen.

Wie nicht anders zu erwarten, wehrte sich die Polizei im Laufe des Montags gegen die Vorwürfe von Rapid-Präsident Michael Krammer und noch mehr gegen die der sogenannten „Rechtshilfe Rapid“. Mit Videos, Bildern und den Einsatzprotokollen. Spätestens danach war klar, dass die Polizei die Tangente nicht schon vor dem Eintreffen des Rapid-Fanmarsches gesperrt hatte, sondern erst als Wurfgeschosse vom Übergang auf die fahrenden Autos flogen. Die Anzahl der beschlagnahmten, gefährlichen Gegenstände lässt durchaus den Schluss zu, dass die Anzahl der Kriminellen, die laut Rapid-Version den Verein missbrauchen oder für sich vereinnahmen, größer ist als man in Hütteldorf wahr haben oder  zugeben will. Von einer verschwindenden Minderheit zu reden, ist wohl etwas untertrieben.

Krammer und Vizepräsident Nikolaus Rosenauer, ein erfahrener Rechtsanwalt, hatte  vor der Weihnachtsfeier gegenüber den Medien ihre heftigen Vorwürfe gegen  die Polizei bekräftigt. Da fielen Worte von Freiheitsberaubung, war von  polizeistaatlichen Methoden etc. die Rede. man muss annehmen, dass ein Rechtsanwalt weiß, wovon er spricht. Krammer meinte nur, es gehe ihm in erster Linie um das Funktionieren des rechtsstaatlichen Prinzips. Wovon er auch bei der Polizei ausgehe. Die Reaktionen aus Hütteldorf werden aber garantiert die höchsten Polizeikreise in ihrer Ansicht bestärken, wonach Rapid nicht entschlossen und konsequent gegen gegen die Kriminellen unter den Fans vorgeht, sie sogar duldet. Da herrscht eigentlich akuter Gesprächsbedarf.

Das Thema Polizei sprach Krammer auf der Weihnachtsfeier kurz an. Ansonst war dort am Tag nach dem 1:6 alles wie ein „Klassiker“. Von der heilen, grün-weißen Welt redete zwar keiner, aber trotzdem gab´s viel, viel mehr Applaus als kritische Stimmen. Hätte man nicht gewusst, dass es am Tag davor ein historisches Debakel gesetzt hatte, man wäre nie drauf gekommen.

Foto: © SK Rapid Wien Media .

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