Fußball

Die Transferbombe: Deni Alar wieder in Hütteldorf!

Mit der bisher größten österreichischen Transferbombe dieses Sommers löst Rapid offenbar nur zwei Tage nach dem Pech mit der Verletzung und dem vielleicht sogar halbjährigen Ausfall von Neuerwerbung  Andrija Pavlovic seine Offensivprobleme. Eine bessere Lösung als den besten österreichischen Torschützen der vergangenen Saison zu holen, kann es nicht geben. Die Information eines Insiders am Donnerstag Abend klang anfangs unglaublich. Denn zu viel war beim Abschied von Deni Alar vor zwei Jahren von Rapid eigentlich passiert, um zu erwarten, dass er jetzt die Ausstiegsklausel aus seinem Vertrag beim Cupsieger und Vizemeister Sturm Graz, dessen umjubelter Kapitän er war,  zog, um nach Hütteldorf zurückzukehren, wieder wie vor  zwei Saisonen den grünen Dress zu tragen (Bild oben). Die innere Genugtuung muss für den ehrgeizigen Alar offenbar mehr zählen als alles andere. Rapid bestätigt dies noch nicht, sprach nur von einer interessanten Idee. Aber Sportchef Fredy Bickel darf sich mit Trainer Goran Djuricin über seinen bisher größten Coup freuen.

Die Rückblende: Rapid machte 2011 viel Geld flüssig, um Alar von Kapfenberg zu bekommen. Eine siebenstellige Summe, die sich auch bezahlt machte. Alar schoss Rapid 2012 quasi im Alleingang in die Europa League. Sein Pech  in Grün-Weiß waren schwere Verletzungen, die ihn bremsten: Zuerst ein Achillessehnenriss, dann ein Mittelfußknochenbruch. Aber die Bilanz mit 43 Toren und 18 Assists in 139 Pflichtspielen bis 2016 konnte sich unter diesen Umständen sehen lassen. Trainer Zoran Barisic wollte den im kroatischen Slavonskij Brod geborenen Alar auch vor der Eröffnung des neuen Allianz-Stadions halten. Aber auch dabei folgten ihm der damalige Sportchef Andreas Müller und das Präsidium nicht. Mit Müllers markigen Worten „ich kann ihn nicht mehr sehen“ war klar: Alar muss  gehen. Der wechselte zu Sturm nach Graz, wo er bald zeigte, was Rapid an ihm verloren hatte. Einen Knipser in seiner Qualität gab es in Grün-Weiß nicht.

Bei Sturm kam er in zwei Jahren auf 41 Tore in 82 Pflichtspielen, letzte Saison mit 20 auf Platz zwei der Schützenliste hinter Salzburgs Israeli Munas Dabbur. Kurzum, eine bessere Lösung, die noch dazu keinen Ausländerplatz kostete,  hätte es in der aktuellen Situation für Rapid nicht geben können. Dabei hatte Alar Anfang der Woch in der „Kleinen Zeitung“ noch versichert, er plane keinen Wechsel, wollte mit Sturm in der Qualifikation der Champions League gegen Ajax Amsterdam spielen, Vier Tage später war zur Verblüffung von fast allen alles ganz anders. Wie es dazu kam? Alars Berater Franz Masser, der zuvor laufend  von einigen Auslandsangeboten gesprochen hatte, die sich halt nur nicht realisieren ließen, worauf es eigentlich ankommt, muss sich auf Grund der grün-weißen Stürmernot bei Bickel gemeldet haben. Und der erkannte blitzschnell die Chance. Alar entschied sich für einen lukrativeren Vertrag als in Graz, der noch dazu vier Jahr läuft. Dann ist Alar 32 Jahre alt. Also eine gute Absicherung. Und Rapid musste für den inzwischen routinierten Torjäger weniger zahlen als vor sieben Jahren: Nur 600.000 Euro. Um diese Summe kann Alar die Ausstiegsklausel bei Sturm ziehen. Das Geschäft wird immer härter, Geld als  bestes Argumen ist nicht zu toppen..

Bitter für die Grazer, aber für Alar ist auch ein Risiko dabei. Bei Rapid wird er auch spielen, wenn in einigen Monate Pavlovic, Giorgi Kvilitaia und Philipp Schobesberger wieder fit sind.  So viel Potenzial hat er.  Er ist ja auch hinter der vordersten Spitze zentral einsetzbar. Aber in Graz wird sich der 28jährige nicht mehr blicken lassen können. Das muss ihm klar sein. Der gefeierte Kapitän wird der große Buhmann sein, wenn Rapid am 2. September in Graz gastiert.- Er kann sich ja schon bei Florian Kainz erkundigen, was dem fanatischen Sturm-Anhang aus Verärgerung über den Frontenwechsel zu Rapid alles einfällt. Dabei war es bei Kainz 2014 viel mehr nachvollziehbar, viel weniger „provokant“ als jetzt bei Alar. Mit seiner Rückkehr hat Rapid aber auch erstmals einen begangenen Fehler in seiner Personalpolitik der jüngeren Vergangenheit eingestanden!

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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