Fußball

Gesundheitsbehörde genehmigte Kavlaks Reha in München

Die Corona-Pause, deren Ende noch nicht absehbar ist, hilft einigen Langzeitverletzten, wieder früher in den Spielbetrieb einzusteigen als ursprünglich angenommen, da die Saison möglicherweise erst im August zu Ende gehen wird. Ein Beispiel dafür ist Rapids „Pfitschipfeil“ Philipp Schobesberger, der nach dem zweiten Kreuzbandriss seiner Karriere und einer Operation des rechten Knies seit November ausser Gefecht ist, bisher elf Spiele versäumte. Normal galt, dass er in dieser Saison nicht mehr spielen wird. Das könnte vielleicht durch die Pause seit 8.März anders aussehen.

Ein spezieller Fall betrifft einen Ex-Rapidler, der praktisch seit vier Jahren mit sieben Operationen der rechten Schulter außer Gefecht ist: Veli Kavlak hatte es sich zum Ziel gemacht, mit der neuen Saison wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu können. Wenn die erst Ende August oder gar erst im September beginnt, hat der 31 fache  österreichische Teamspieler etwas Zeit gewonnen. In seinem bewundernswerten Kampf mit dem Ziel, nochmals so in den Blickpunkt zu kommen wie in seinen bisher besten Zeiten als Teamspieler oder dann als Kapitän von Besiktas Istanbul.

Seine Reha, die Ende Jänner in München begann, musste der 31 jährige nicht unterbrechen. David Alaba hatte Anfang des Jahres die Verbindung zu Thierry Murrisch, dem französischen Arzt der deutschen U 21, einen Spezialisten für physikalische und rehabilitative Medizin und damit auch zu Physiotherapeut Oliver Schmidtlein hergestellt. Murrisch diagnostizierte, dass die chronisch entzündete Nervenwurzel C 5 die Ursache des große Problems bei Kavlak war und daran Schuld, dass die Schulter bei gewissen Bewegungen nicht so funktionierte wie sie sollte. Eine Kortisoninjektion half, Kavlak machte gute Fortschritte. Als Corona Deutschland und damit auch München erreichte, organisierten Murrisch und  Schmidtlein bei den bayrischen Gesundheitsbehörden die Erlaubnis, dass Kavlak seine Reha nicht unterbrechen musste, sondern fortsetzen konnte. Zum Reha-Team, das ihn betreut, gehört auch ein Psychologe. Verständlich bei der besonderen Geschichte, die ihn verfolgt. Mit einigen Operationen, die vermutlich nicht notwendig gewesen wären, hätte man statt des Problems gleich die Ursache behandelt.

Seit  Jänner pendelt er in München zwischen dem OSPhysio-Institut von Schmidtlein, der sieben Jahre bei Bayern und rund um die WM 2006 auch beim deutschen Team gearbeitet hatte, und einer Wohnung, die er gemietet hat Nur einmal kam er nach Wien. Zu Andy Mareks letztem Spiel als Rapid-Stimme am 16. Februar. Danach ging´s zurück. Der derzeitige Stand in der Reha klingt gut: „Ich kann schon beschwerdefrei laufen“, versicherte Kavlak hoffnungsfroh.

Foto: SK Rapid.

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