Fußball

Keine Chance auf ausverkauft gegen Israel! Bayern ohne Alaba

Puls 4 bejubelte Freitag die Einschaltquoten beim Europa League-Abend rund um die vermeidbare 1:2-Niederlage des LASK  bei Sporting Lissabon. Der erreichte gesamt  930.000 Fans vor den TV-Schirmen. Die zweite Hälfte des LASK-Spiels kam auf einen Marktanteil von 16,2 Prozent. Keinen Jubel gibt´s sechs Tage vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Israel beim ÖFB über die Vorverkaufszahlen. Bisher sind 20.000 Karten für den Schlager im Happel-Stadion verkauft. Da weiß auch ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold, dass keine Chance auf das von Teamchef Franco Foda und den Spielern so erwünschte ausverkaufte Haus mir 48.000 Zuschauern besteht. Die Nachricht erfreute in Tel Aviv Israels Sportchef aus Österreich, Willi Ruttensteiner. Auf eine anständige Kulisse mit mehr als  30.000 glaubt Neuhold aber schon.

Warum die Nachfrage nicht so groß wie erhofft ist? Viele führen das auf die hohen Eintrittspreise zurück. 66 Euro für Kategorie 1-Karten auf den Längsseiten sind trotz des Finalcharakters der Partie schon ein Preis an der oberen Grenze, der möglicherweise einige abschreckt. Kritik daran ließ Neuhold aber nicht gelten. Im Zuge des Abonnement-Angebots für die letzten zwei Heimspiele gegen Israel und Nordmazedonien hätte ein Ticket unter  50 Euro gekostet, wenn man es bis 30. Juni erworben hätte. Und danach auch unter 60, nämlich 56.  Wer nur das Duell gegen Israel und den Teamchef Andi Herzog sehen will, der muss mehr zahlen. Die  Nachfrage bei den Heimspielen läßt ja nicht erst aktuell etwas zu wünschen übrig. Kein einziges volles Haus. 40.400 beim 0:1 gegen Polen im Happel-Stadion, 19.200 in Klagenfurt beim 1:0 gegen Slowenien, 16.300 beim 6:0 gegen Lettland in Salzburg. Macht bei gesamt 75. 900 Zuschauern einen Schnitt von 25.300. Also wird man sich wohl auch über die grundsätzliche Strategie Gedanken machen müssen.

Foda wird über das überschaubare Interesse nicht sehr erfreut sein. Auch nicht über die Situation um David Alaba. Er erlitt Dienstag durch die Brutalo-Aktion von Tottenhams Verteidiger Serge Aurier  einen Haarriss in der Rippe, trainierte Donnerstag individuell. Soll aber nach „Bild“-Informationen gegenüber Bayerns Trainer Niko Kovac signalisiert haben, für einen Einsatz am Samstag gegen Hoffenheim in der Allianz-Arena bereit zu sein. Aber Freitag gab Kovac nach Rücksprache mit der medizinischen Abteilung bekannt , dass es „leider nicht reicht“, Alaba fehlen wird. Daher könnte es passieren, dass Bayern Alaba nicht zu Österreichs Team fliegen lässt. Weil das Risiko, bei einem Einsatz gegen die Israelis erneut in der Rippengegend verletzt zu werden, zu groß wäre. Dann müsste Foda die Mittelfeldbesetzung neu planen.

Herzog kommt mit den Israelis Montag nach Wien. Dienstag wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Südstadt trainiert, Mittwoch Abend im Happel-Stadion. Nicht dabei ist Biram Kayal, der „Gurkenspieler“ von Laibach, der die 2:3-Niederlage in letzter Sekunde gegen Slowenien einleitete, weil er in Strafraumnähe einem Slowenen den Ball zwischen den Beinen durchspielen sollte. Das führte dann zur aufsehen erregenden Wutrede Herzogs. Jetzt ist der Legionär von Charlton verletzt. Routinier Nir Bitton von  Schottlands Meister Celtic Glasgow steht hingegen zur Verfügung. Mit ihm hofft Herzog auf mehr Stabilität in der Defensive. Ansonst sind alle Legionäre dabei. Auch Ex-Salzburg-Torjäger Munas Dabbur trotz Reservistenrolle in Sevilla. Aber erste Wahl dürften für die Offensive außer Eran Zahavi, dem besten Torschützen der ganzen Qualfiikation, Wolfsberg-Stürmer Shon Weissman und Manor Solomon von Schachtjor Donezk, Dienstag Siegestorschütze in der Champions League gegen Atalanta Bergamo sein. Mit den Mittelfeldspielern Dolev Haziza und Yusul Ashkenazi von Maccabi Haifa hat Herzog zwei Neulinge dabei.

Einen Tag vor dem Match in Wien ist Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag. Damit kann es von Dienstag bis Mittwoch Abend keine „Aktivitäten“ geben. Weil der Großteil der Spieler gemäß ihren Glaubens und ihrer Kultur den ganzen Mittwoch fasten.

 

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