Fußball

Neuer Kalender mit Saison bis August und ohne Sommerpause

Freitag machte auch St.Pölten und WSG Swarovski Tirol als siebenter und achter Klub der Bundesliga die Umstellung auf Kurzarbeit offiziell. Meister Red Bull Salzburg, Rapid, Sturm Graz und Austria bekamen als Mitglieder der European Club Association, die mehr als 200 Vereine umfasst, Post von ECA-Präsident Andrea Agnelli, zugleich Boss von Italiens Meister Juventus Turin, zur aktuellen Lage im Zeichen der Pandemie. Agnelli sprach darin von einer existenzbedrohlichen Situation, kündigte Lockerungen im Financial Fair Play der UEFA und bei der Lizenzierung. Und stellte einen neuen  Spiel-Kalender der UEFA unter Berücksichtigung der gesundheitlichen, finanziellen und ökonomen Aspekte in Aussicht, der dann europaweit Gültigkeit bekommen sollte. Ebenso wie die Empfehlung von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, weder den Meister und schon gar nicht den Absteiger zu bestimmen, wenn die Saison nicht zu Ende gespielt werden kann.

Der Weltverband FIFA setzte bereits vor zwei Wochen eine Arbeitsgruppe ein, die sich mit vertragsrechtlichen Fragen beschäftigt, vor allem bei Leihspielern. Die eindeutige Tendenz für eine Empfehlung an die nationalen Verbände und Vereine heißt: Die Spieler dürfen bis ans Ende der Saison bei ihren Klubs bleiben.  Ein neuer Spielkalender, der europaweit gilt, würde sicher auch im Sinne von Österreichs Ligavorstand Christian Ebenbauer liegen. Der Plan heißt: Ab Mitte Mai wieder Spiele am grünen Rasen. Ohne Publikum. Es gibt sogar die Variante, mit den Geisterspielen erst im Juni zu beginnen. Weil die Spieler eine mehrwöchige Vorbereitung benötigen würden, da keiner selbst nach einem ausgeklügeltem Heimtraining rasch matchtauglich sein könnte. Speziell für das dichte Programm, das auf sie warten könnte. Die Ruhebestimmung von 72 Stunden, die zwischen Spielen liegen müssen, könnte dann nicht mehr gelten. Weil besondere Situationen eben besondere Maßnahmen erfordern. Aber derzeit ist in vielen Ländern, darunter auch in Österreich, auch der Trainingsbetrieb untersagt, selbst in kleinen Gruppen wie in Deutschland etwa bei Oliver Gkasner und Vfl Wolfsburg, RB Leipzig oder in Augsburg. Die deutsche Liga forderte deswegen jetzt die Klubs auf, dieses Training bis 5. April einzustellen. Im Sinne der Chancengleichheit vor dem Neustart.

Die Saison, inklusive Champions und Europa League, soll unter  Umständen sogar bis August ausgedehnt werden. Das würde bedeuten: Nur eine ganze kurze Sommerpause oder möglicherweise überhaupt keine. In Folge wird dies für 2021 auch eine kurze Winterpause bedeuten. Den Spielern wäre das durch die derzeitige „Erholungspause“ durchaus zuzumuten. Da Fußball ein Sport mit Körperkontakt ist, wäre es aber für sie wegen der Corona-Gefahr vermutlich nicht verpflichtend, sich für die Fortsetzung der Saison zur Verfügung zu stellen. Es würde zwar so etwas ähnliches wie Geldverschwendung bedeuten, wenn man symptomfreie Spieler vor dem Neubeginn testet. Aber die größte Gefahr für den neuen Kalender heißt: Sobald nachgewiesen wird, dass einer infiziert ist, muss die ganze Mannschaft für zwei Wochen in Quarantäne. Und damit würde praktisch alles wieder ruhen.

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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