Fußball

„Nur“ noch vier statt sechs Punkte Abzug – trotzdem ruft der LASK das Schiedsgericht an

Dritter Sieg für den LASK hintereinander. Auf die zwei am grünen Rasen gegen Sturm Gratz folgte Montag Abend einer  am grünen Tisch: Das Protestkomitee der Bundesliga unter dem Wiener  Rechtsanwalt Andreas Grundei reduzierte den Punkteabzug für die Linzer wegen des verfrühten Beginns des Mannschaftstrainings in der Corona-Pause von sechs auf vier Punkte. Aber ist das wirklich ein Sieg? In zweiter Einsatz wurde das total überzogene Urteil des Strafsenats der Bundesliga zwar etwas korrigiert, aber es bleibt doch ein schlechter Beigeschmack: Auch damit wurde praktisch der  Titelkampf schwer beeinflusst. Darum durfte man annehmen, dass die LASK-Chefetage mit Präsident Siegmund Gruber und Vize Jürgen Werner (Bild oben) trotz einer gewissen Genugtuung nicht wirklich über die Entscheidung des Protestkomitees, das aus hochrangigen Juristen und Wirtschaftsfachleuten sowie einem Ex-Fußballer (Kurt Temm) besteht, jubelte. Montag Abend um 22.30 kam die Bestätigung aus Linz: Der LASK beschreitet den Instanzenweg, ruft das neutrale Schiedsgericht an.

Man könnte das auch so sehen: Vier verbotene Trainings gab der LASK zu, für jedes gab es einen Punkt Abzug.  In der Urteilsbegründung hieß es, der Verstoß der Linzer gegen die Rechtsordnung stehe zwar außer jeder Diskussion, aber man habe die verschiedene Wertigkeit von Punkten im Grunddurchgang und in der Meisterrunde berücksichtigt. Die höchstmögliche Geldstrafe (75.000 Euro) blieb unangetastet. Durch das Urteil reduzierte sich der Rückstand des LASK auf Tabellenführer Salzburg und den Zweiten Rapid: Auf Salzburg fehlen acht Punkte, auf Rapid zwei. Das Urteil löst aber derzeit keine Diskussionen zu, ob der LASK nur wegen des Punkteabzugs nicht wie nach de 22 Runden des Grunddurchgangs nicht an der Spitze liegt. Ob das von den Mitgliedern des Protestkomitees bedacht wurde? Der Kampf um Platz zwei zwischen Rapid und dem LASK ist brisanter geworden. Grün-Weiß liegt nur noch zwei Punkte vorne, es gibt noch ein direktes Duell in Hütteldorf.

Der LASK hätte vier Wochen, also bis nach dem Saisonende, praktisch den ganzen Juli, Zeit, gehabt. zu entscheiden, ob er das Urteil akzeptiert oder sich an das neutrale Schiedsgericht der Liga als letztmögliche Instanz wendet. Die fiel bereits vier Stunden nach der Entscheidung der zweiten Instanz, nämlich sie nicht anzunehmen, Weil auch das Protestkomitee den grundlegenden Fehler des Senat eins, in die laufende Saison einzugreifen, nicht korrigierte. Auf Grund der Sorgheitspflicht bleibe keine andere Wahl, als das Urteil zu bekämpfen. Daraus könnt man fast schließen: Ein Urteil, mit einem Punktabzug in die Saison 2020/21 gehen zu müssen, hätte der LASK akzeptiert. Ob die Causa so bis 3. August beendet sein wird? An diesem Tag müssen die zwei Teilnehmer für die Qualifikation zur Champions League und die drei für die Europa League der UEFA genannt werden.

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