Fußball

Roy Hodgson musste ins Spital: Laut Transferexperten alles klar mit Glasner und Crystal Palace

Oliver Glasner bei Crystal Palace klingt glaubwürdiger als Ralf Rangnick zu Barcelona. Die am Mittwoch hier aufgestellte Behauptung schien sich schneller als erwartet zu bewahrheiten. Donnerstag vermeldete der italienische Transferexperte Fabrizio Romano Glasners Engagement beim 15. der Premier League bereits als perfekt und  kündigte an, der Londoner Traditionsklub werde dies noch am selben Tag offiziell bestätigen, Glasner sozusagen im Selhurst Park willkommen heißen. Doch das passierte nicht. Denn die amtierende Trainerlegende Roy Hodgson erlitt Donnerstag beim Vormittagtraining einen Schwächeanfall. Die mit ihm angesetzte Pressekonferenz wurde abgesagt. Sollte er auf der vielleicht seinen Rücktritt erklären? Am Abend stand auf der Homepage von Crystal Palace über den 76 jährgien Trainer zu lesen, er sei jetzt stabil, unterziehe sich im Spital einigen Tests, man wünsche ihm rasche Genesung. An diesem Tag seinen Nachfolger vorzustellen, das wäre höflich ausgedrückt respektlos.

Glasner dürfte sich aber bereits in London aufhalten. Wie man ihn kennt, hat er sich über den Klub genau informiert, Spiele analysiert und sicher auch zumindest eines live beobachtet. Damit er weiß, was auf ihn zukommt. Von der Austria kam eine Meldung, die auch dazu passt: Emanuel Pogatetz, der erst im Jänner als Trainer bei den Young Violets in der Regionalliga Ost begann, flog in die englische Hauptstadt. Zu Gesprächen mit Crystal Palace. Offenbar wird der 41 jährige Ex-Teamspieler zu Glasners Trainerteam gehören. England-Erfahrung hätte er aus seiner Spielerzeit genug: Fünf Jahre, von 2005 bis 2010 bei Middlesbrough, im Frühjahr 2013 bei West Ham. Dabei hat sicher Austrias Sportvorstand Jürgen Werner, der bereits im Jänner Glasners Einstieg bei Crystal Palace für wahrscheinlich hielt, seine Hände im Spiel. Er begleitete als Berater die Spielerkarriere von Pogatetz und holte Glasner als Trainer zum LASK.

In der Premier League sind nch 14 Runden zu spielen. Crystal Palace befindet sich fest in amerikanischer Hand:  John Textor gehören 45 Prozent der Klubs, David Blitzer und Josh Harris je 18. Nur noch zehn dem Engländer Steve Parish. Zum Kader gehören Legionäre aus Dänemark, Frankreich, Holland, Ghana, Mali, Brasilien, Kolumbien und den USA.

Foto: Crystal Palace.

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