Fußball

Sambia-Doppelpack schockte schwache Austria

Laut „Sky“ plante die Austria nach dem Match in Altach eine Fahrt nach München zum Oktoberfest. Sollte die wirklich stattgefunden haben, dann wird die violette Stimmung auf der „Wiesn“ ziemlich gedämpft  sein. Denn die 0:2 (0:0)-Pleite im Ländle bedeutet zweifelsohne einen argen violetten Rückschlag, den auch die ein oder andere Mass Bier nicht vergessen machen könnten. Nach drei Auswärtsspielen hintereinander ohne Verlusttor gab es eine mitunter desolate Leistung, die Altach den ersten Heimsieg der Saison ermöglichte. Und damit die rote Laterne abzugeben. Es sieht wirklich nicht gut aus für Fußball-Wien.

Die erste Viertelstunde sah noch passabel aus, aber danach gab es   für die  violette Offensive nur noch das Prädikat harmlos. „Wir haben zu leichte Ballverluste“, wollte Trainer Thomas Letsch nicht schön reden, „spielen zu wenig Chancen heraus. Es kann nicht sein, dass wir erst aufwachen, wenn wir in Rückstand sind“. Das passt nicht ganz zur Einschätzung von Letsch, dass es nicht am fehlenden Willen lag. Dann offenbar an der fehlenden Qualität. Die einzige Ausrede für Austria: Bei 1:0 für Altach bezwang Innenverteidiger Christian Schoissengeyr nach einem Eckball Altachs Tormann Martin Kobras per Kopf. Aber da erfand der  Salzburger Referee  Christian Jäger ein Foul von Igor an Altachs Torschützen Brian Mwila. Bei 1:1 hätte manches ganz anders ausgesehen. Aber auch der violette „Doppel-Direktor“ Ralf Muhr sah ein: „Wir hatten keinen Tiefgang. Sehr enttäuschend.“

Die Auswärtstorsperre von Tormann Patrick Pentz (oben) durchbrach Altachs Sambia-Legionär Mwila. Der 24jährige Teamstürmer schockte mit einem Doppelpack innerhalb von zwölf Minuten die Austria. Beim 1:0 nach einem Eckball, beim 2:0 mit einem Schlenzer aus 20 Metern über den zu weit vor dem Tor stehenden Pentz. Es war der dritte Einsatz von Mwila bei Altach, der zweite von Beginn mit den ersten Toren. Aber es war nicht der erste Treffer eines Sambia-Legionärs in der Bundesliga. Für den sorgte Salzburgs Sambia-Perle Patson Daka in der dritten Runde  beim 2:0-Heimsieg gegen die Austria. Da sorgte Patson Daka für die Führung. Die Sambia-Legionäre sind offenbar auf Tore gegen Austria und Pentz spezialisiert. Mwila und Patson Daka spielen miteinander für Sambia. Da hat der Altach-Matchwinner mit acht Toren aus elf Spielen die viel besser Trefferquote als der fünf Jahre jüngere und schnellere Patson Daka mit zwei Toren in 15 Einsätzen.

Einen Sieben Tore-Wahnsinn wie in Dortmund gab´s auch in Österreich. Allerdings nicht vor 80.000 Zuschauern, sondern nur vor 3213 in Wolfsberg. Und dort endete es mit einem Sieg der Auswärtsmannschaft. Wolfsberg führte gegen Hartberg nach 20 Minuten 2:0, lag nach 61 Minuten 2:3 zurück, glich nochmals aus, verlor aber durch ein Tor des Slowenen Rajko Rep in der 87.Minute. Bitte für Trainer Christian Ilzer gegen seinen Ex-Klub. er Aufsteiger aus der Oststeiermark hat nach seinem ersten Auswärtssieg vorerst genau so viele Punkte wie Rapid. Wahnsinn. Im Niederösterreich-Derby  fiel kein Tor. St.Pöltens Sportdirektor Marcel Ketelaer zum Spiel eins nach Didi Kühbauer: „Mit dem 0:0 können beide Mannschaften gut leben“. St. Pölten aber besser als Admira.

 

Foto: © FK Austria Wien Media.

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