Fußball

So kaputt ist David Alabas neuer Klub Real Madrid: „Tot bis 2024!“

In Österreich gibt es ein brisantes Thema um David Alaba: Welche Rolle bekommt er von Franco Foda im Team, in der sich sein EM-Schicksal von 2016 als Mitlöufer nicht wiederholt? Das muss eine andere als in den letzten zwei Sielen gegen Dänemark und England sein. Die Schlagzeilen um seinen Wechsel zu Real Madrid gibt es inzwischen nicht mehr. Sein Vater George verriet Freitag in „Bild“, dass die Fronten mit Bayern München zuletzt  verhärtet waren. Keine große Neugikeit. Manche wertete ein Abschieds-Interview von Bayern-Boss Karlheinz Rummenigge, der als Vorstandschef schon Ende Juni abtritt,  als eine Art Abrechnung mit Alaba. Weil er im „Kicker“zu ausufernden Ablösesummen und extremen Spielergehältern meinte, viele Menschen hätte n Corona-Zeiten kein Verständnis dafür, wenn ein Profi, der schon 15 Millionen pro Saison verdient, dann mit 19,5 nicht zufrieden ist.

Alaba wechselte zwar zum größten Klub der Welt, der aber auch seine großen Probleme hat. Präsident Fiorentino Perez will nicht akzeptieren, dass seine Super League gestorben ist, wirkt trotz Alaba-Einkauf gereizt.  Der 74 jährige Bauunternehmer hatte zur versuchten Einführung der Super League gesagt, dass die Champions League-Reform in drei Jahren zu spät kommen wird: „2024 werden alle diese Klubs tot sein!“ Damit meinte er unter anderem Real Madrid, Barcelona, Juventus, Liverpool. Richtig beurteilen kann es Perez aber nur für seinen Klub.  Die Königlichen müssen kaputt sein, wenn der Boss gesteht, dass der Verein die nächsten drei Jahre nicht überlebt.  Real Madrid hat 900 Millionen Euro Schulden angehäuft, leistete sich trotzdem Alaba. Die Klubkassen sind leer, ein Kredit über 575 Millionen war für den Umbau des Bernabeu-Stadions (Bild oben) erforderlich. Mit der Tilgung soll es erst nach der Fertigstellung Ende 2022 losgehen. 29,5 Millionen muss dann Real pro Jahr zurückzahlen. Der Rest der Schulden ist auf Missmanagement zurückzuführen, auf zu hohe Gehälter und Ablösen.

Die Corona-Pandemie vergrößere die Probleme. Letzte Saison Umsatzverluste von über 100 Millionen, 2020/21 rund 300. Einbrüche, die nicht zu kompensieren sind. Die Abführung der Sozialversicherungs-Beiträge wurde gestundet, die Spieler verzichteten auf zehn Prozent der Gehälter.  Rund 30 Millionen gab Real Madrid als Honorare für Spielerberater aus, einen Teil davon sicher  auch für Pini Zahavi, den von Alaba. Also sieht Perez weiter sein Heil in der Super League.  Nur etwa 20 Prozent der Einnahmen bei Real kommen aus den TV-Geldern, das weltweite Merchandising mit dem lukrativen Trikot-Verkauf ging zurück.  Viele sagen, bei Real geht es um die Existenz. Die große Mehrheit behauptet aber: Real steht über den Dingen, gottgleich, heilig. Dieser Verein stirbt nie! Sie könnten recht behalten.

Seit Cirtsiano Ronaldo 2018 zu Juventus Turin wechselte, fehlt Real das Aushängeschild. Nun droht auch Sergio Ramos als Identifikationsfigur verloren zu gehen,  Real braucht aber Zugpferde mit  vielen Millionen „Freunden“ in den  sozialen Netzwerken, um für große Partner interessant zu bleiben. Alaba allein ist zu wenig. Deshalb will Perez nach der Europameisterschaft Kylian Mbappe von Paris St. Germain holen. Es soll um 150 Millionen Euro Ablöse gehen. Ob sich Real das leisten kann, fragt zumindest in Spanien fast niemand.

 

Foto: Real Madrid.

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