Fußball

Was macht Rapid mit seinen erfolglosen Leihspielern?

Die Spitzenmeldung der heimischen Fussballszene kam Freitag um 14.41 Uhr per SMS aus Tel Aviv: „Hab gerade unterschrieben“, vermeldete der ehemalige ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner. Den Vormittag verbrachte er bei einem Rechtsanwalt, um letzte Ungereimtheiten im Vertragsentwurf zu beseitigen, ehe er dann bei Israels Verbandschef Ofer Emi und Generalsekretär Rotem Kramer für vier Jahre unterschrieb. Sein Büro wird er im Ramat Gan-Sportzentrum von Tel Aviv haben. Eine der ersten Aufgaben, die auf die Übersiedlung nach Israel folgen: Die Bestellung eines neuen Teamchefs. Mögliche israelische Kandidaten muss Ruttensteiner erst kennenlernen.

In Österreich verlieh Sturm Graz den 21jährigen Mittelfeldspieler Ivan Ljubic, der im Frühjahr mit Wr.Neustadt um den Aufstieg gekämpft hatte, dort Stammspieler war, in der Steiermark weiter an Aufsteiger Hartberg. Apropos Leihspieler: Da spielten bei Rapid im ersten Test in Ebreichsdorf beim Ex-Klub von Trainer Goran Djuricin beim 2:0 (2:0) im strömenden Regen vier zurückgekehrte 21jährige Leihspieler, die sich allerdings dabei nicht einmal ansatzweise so profilieren konnten wie etwa Smail Prevljak, die bosnische Leihgabe von Meister Red Bull Salzburg, bei Mattersburg mit seinen Toren. Weder Mittelfeldspieler Philipp Malicsek fiel bei St. Pölten groß auf, noch Stürmer Alex Sobczyk bei St. Pölten und Wr.Neustadt, noch Denis Bosnjak (Bild oben), zuvor Kapitän der zweiten Mannschaft im Frühjahr bei Wr.Neustadt oder Albin Gashi beim Floridsdorfer AC.

Aber durch die Langzeitausfälle von Philipp Schobesberger, Giorgi Kvilitaia, Tamas Szanto und Ivan Mocinic haben sie jetzt ebenso eine Chance, sich über die Vorbereitung für die noch höchsten drei freien Plätze im Kader zu empfehlen wie der 22jährige Alexander Kostic. Gashi und Kostic erzielten in Ebreichsorf die Tore. Am positivsten war für Djuricin aber sicher der gelungenen 45 Minuten-Einsatz von Christopher Dibon nach einer Saison Pause. In den letzten 28 Minuten durfte der erst 15jährige Nikolas Polster ins Tor, bekam aber nur durch Rückgaben eine Möglichkeit zum Eingreifen. Im Trainingslager ab Sonntag im oberösterreichischen Windischgarsten ist der Youngster aber zum Unterschied von Malicsek, Bosnjak, Kostic, Gashi und Sobczyk nicht dabei.

Foto: SK RAPID WIEN.

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