Fußball

Wegen Brasilien Burgenland-Duell um das Team

Wenn sich ÖFB-Präsident Leo Windtner nach zwei Siegen gegen Teams, die in der Weltrangliste klar hinter Österreich liegen, bemüßigt fühlt, in Interviews  Lobeshymnen auf Teamchef, Umfeld, Harmonie usw. anzustimmen und feststellt, dass alles besser wurde als es war, dann heißt es Antennen ausfahren. Und sich erinnern, dass er vor sieben Jahren, nach der Amtsübernahme von Marcel Koller, ähnlich redete. Den Schweizer nach zwei Monaten sogar mit Ernst Happel verglichen hatte. Das hat Foda noch nicht geschafft, braucht ihn aber auch nicht im geringsten zu beunruhigen.

Der Teamchef hält den Ball flach und weiß ganz genau, dass er gut daran tut, vor den Duellen gegen Russland Deutschland und Brasilien nicht allzu große Töne zu spucken. Die Tendenz ist positiv: Auch gegen Russland in Innsbruck wird´s volle Tribünen geben, gegen Deutschland ist bereits alles ausverkauft, gegen Brasilien wird es nicht anders sein. Und der neue Tipp 3-Club des Teamchefsponsors, bei dem man eine Reise mit Foda zum WM-Endspiel nach Moskau gewinnen kann, hat nach nicht einmal zwei Wochen schon 1000 Mitglieder.

Foda legte Mittwoch auf der Heimfahrrt nach Graz, die auf seine  Pressekonferenz am Flughafen Schwechat folgte, in Bad Tatzmannsdorf dabei, schaute sich im Avita-Hotel um, traf Direktor Peter Prisching. Das Avita-Resort kennt Foda bereits aus seiner Zeit bei Sturm. Der Hintergrund des Lokalaugenscheins: Im Burgenland gibt es ein Duell, wo das Team die Vorbereitung auf der Brasilien-Spiel im Juni absolviert. Der Sponsorvertrag zwischen Burgenland und dem ÖFB endet mit Jahresende, Landeshauptmann Hans Niessl  möchte ihn gerne verlängern. Laut Vertrag muss das Team sich einmal im Jahr auf ein Länderspiel im Burgenland, nach Werbeslogan im pannonischen Reizklima, vorbereiten. Diesmal beim letzten Spiel vor der WM gegen den Rekordweltmeister aus Brasilien.

Foda war aber auch schon im Heimatort des Landeshauptmanns, in Frauenkirchen, zum Lokalaugenschein. Dass Niessl Präferenzen für die Lösung mit der St. Martins Therme hätte, liegt auf der Hand. Der Nachteil dieser Variante: Der neu angelegte Fußballplatz ist sieben Kilometer vom Hotel entfernt. In Bad Tatzmannsdorf können die Spieler direkt vom Hotel auf zwei Plätze gehen, die der Mannschaft je nach Wahl zur Verfügung stehen. Und wie man aus Frauenkirchen hört, bemängelte Foda den etwas unebenen Rasen. In Frauenkirchen war das Team noch nie, in Bad Tatzmannsdorf hingegen vor Kollers Ära unter Didi Constantini fast immer.

Ab Montag wird sich dort das Damenteam auf seine WM-Qualifikation gegen Serbien am Donnerstag in der Südstadt vorbereiten. Auch die Nachwuchsteams logieren schon öfters im Avita-Resort. Foda wird sich in der Woche nach Ostern entscheiden. Aber eines zeigt das Burgenland-Duell um das Team doch: Das Image ist durch fünf Siege in Serie gestiegen. Es  zählt wieder mehr als zuvor, Quartiergeber der Nationalmannschaft zu sein. Selbst wenn es sich nur um fünf Tage handeln sollte.

 

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