Fußball

100 Jahre Hohe Warte: Auch Bayern München blickt zur Vienna!

Mitten unter der Europameisterschaft feierte Österreichs ältester Fußballklub, die Vienna, Samstag den 100. Geburtstag ihrer Kult-Spielstätte, der Hohen Warte. Mit der Eröffnung des Vienna-Museums. Das dritte in Österreich wie auch Rapid mit seinem „Rapideum“ und die Wiener Austria eines haben. Die blau-gelbe Geschichte gibt ja einiges her. Etwa den Sieg im Mitropacup 1931, der damals einen Riesenstellenwert in Mitteleuropa hatte. Die Replik der wertvollsten Trophäe in der 127 jährigen Vereinsgeschichte steht im Museum, sie wurde sozusagen in monatelanger Kleinarbeit hergestellt. Zwischen 1920 und 1930 sollen bis zu 90.000 Zuschauer bei Länderspielen auf der Hohen Warte gewesen sein, das 5:0 gegen Schottland aus dem Jahr 1931 gilt als Geburtsstunde des legendären Wunderteams.

Es haben große Namen des internationalen und österreichischen Fußballs auf der Hohen Warte und bei der Vienna gespielt. In der Meistermannschaft von 1955 standen mit dem legendären Tormann Kurt Schmied und Karl Koller zwei Helden aus der WM-Mannschaft von 1954, die in der Schweiz Platz drei belegte. Dazu mit Hans Buzek  der jüngste Teamdebütant Österreichs, bis David Alaba Jahrzehnte später den Torjäger ablöste. Oder Helmut Senekowitsch, der von der Vienna 1961 zu Betis Sevilla gewechselt war. Was damals außer Schlagzeilen auch eine Rekordablöse brachte. Unvergesslich, wie Hans Krankl als Barcelona-Leihgabe  bei der  Vienna im Frühjahr 1980 für eine ausverkaufte Hohe Warte sorgte, zum Jubel mit den blau-gelben Fans auf den Zaun kletterte, als er das Führungstor beim 4:0 gegen seinen Ex-Klub Rapid erzielte. Am Ende musste die Vienna trotzdem absteigen. Unvergessen auch, wie Mario Kempes ein Jahrzehnt nach seinem WM-Triumph mit Argentinien zwei Saisonen lang bei Vienna kicke. Mit dem heutigen Sky-Analysten Alfred Tatar, der Gast bei der Museumseröffnung war. Die großen Karrieren von Andreas Herzog und Peter Stöger begannen Ende der Achtzigerjahre im Vienna-Dress, als der Trainer Ernst Dokupil hieß.

„Zukunft braucht Vergangenheit“, sagte Viennas Vizepräsident Kurt Svoboda, Vorstandsvorsitzender der Uniqa, zum neuen Museum. Zukunft hat Blau-Gelb wieder, weil die Uniqa nach der Insolvenz 2017, an der der neue Austria AG-Vorstand Gerhard Krisch nicht unbeteiligt war, als Sponsor einstieg. Aktuell plant Sportchef Markus Katzer mit dem 27 jährigen Trainer Alexander Zellhofer bereits die nächste Saison in der Regionalliga Ost, der Aufstieg aus der Wiener Liga müsste klappen. Die Damen schafften mit Österreichs Rekordteamspielerin Nina Burger, die auch sportlichee Leiterin ist, bereits den Aufstieg in die Bundesliga. Die blau-gelben Damen sind auch der Grund, warum Bayern München die Hohe Warte am Radar hat.  Viennas 18 jährige Mittelfeldpielerin Sarah Mattner-Trembleau gehört zum deutschen Nationalteam, hat ein Angebot vom deutschen Damenmeister. Und der heißt Bayern München.

Foto: First Vienna FC 1894/Erwin Gruber.

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