Fußball

Mehr als 1000 Rapid-Fans in London: Daher darf sich Grün-Weiß nicht kampflos ergeben!

Vor fünf Jahren erzielte Sebastian Prödl sein erstes Tor für Watford in der Premier League gegen West Ham. Statt 0:3 verlor Watford daher nur 1:3. Es blieb nicht die einzige Niederlage des Innenverteidigers gegen die „Hammers“, deren Rekordtorschütze der legendäre Geoff Hurst, weltberühmt geworden durch seine drei Treffer beim 4:2 im WM-Finale 1966 gegen Deutschland in Wembley, ist. Aber jetzt ist West Ham besser als in den fünf Saisonen, in denen Prödl in der Premier League spielte „So stark wie lange nicht“, urteilte der Steirer, Donnerstag Abend für Servus TV beim Europa League-Duell zwischen Favorit West Ham und dem 11,5-Außenseiter Rapid als Analytiker im Einsatz. Der Zusatz klingt nach  Zweckoptimismus: „Rapid hat schon oft das Unmögliche geschafft.“ Auch im London Stadium?

Dort werden mehr als 1000 Rapid-Fans im Gästesektor sein. Sehr bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Raid in der Bundesliga den Erwartungen und Ansprüchen hinterherläuft. Als Rapid letztmals in London spielte, am 3. Dezember 2020 gegen Arsenal im Emirates Stadium, waren Gästefans aufgrund von Corona nicht erlaubt. Aktuell gibt´s keine Beschränkungen, dürften 60.000 Zuschauer das Match im Osten Londons sehen. Beim 1:4 (0:3) gegen Arsenal gab Trainer Didi Kühbauer das Match schon vor Anpfiff auf, verzichtete auf fünf Stammspieler. Mit der Begründung, durch einen Heimsieg im letzten Spiel gegen Molde könne man den Aufstieg in die k.o.-Phase sichern. Der Plan konnte nicht in die Tat umgesetzt werden. Diesmal gilt das Spiel am kommenden Sonntag gegen WSG Tirol im Allianz-Stadion als das wichtigere, weil Rapid bei einer Niederlage die rote Laterne des Letzten hätte. Müssen daher Donnerstag wieder Spieler aus der  zweiten Reihe ran? Dazu gehörte zuletzt Sommerkauf Kevin Wimmer, der zwischen 2015 und 2017 in London lebte und spielte, 15 Partien in der Premier League für Tottenham bestritt. 2017/18 folgten 19 für Stoke. In Grün-Weiß läuft es bisher nicht so, wie es sich der 28 jährige Welser erhoffte. Tor bei der Niederlage in Altach verschuldet, dazu den Elfer in Salzburg, der keiner war, einen Punktegewinn beim Tabellenführer verhinderte. Das war sein bisher letztes Spiel in der Startelf.

West Ham-Kenner Prödl strich den dynamischen, körperlich starken Defensiv-Block mit dem Tschechen Vladimir Coufal, dem im August von Chelsea geholten Franzosen Kurt Zouma und dem Italiener Angelo Ogbonna heraus. Aber West Ham hat auch im Mittelfeld Trümpfe. Mit Vize-Europameister Declan Rice, Pablo Fornais, der im September in Spaniens Nationalteam debütierte, und Tomas Soucek, dem Rekordspieler der letzten Saison: Die meisten Einsätze (38), die meisten Tore erzielt (zehn), die meisten Karten gesehen (einmal rot, siebenmal gelb).  Torgefährlich ist auch Mic, the Hammer. Der dunkelhäutige Michail Antonio, Teamstürmer von Jamaika, letzten Samstag in der Nachspielzeit Siegestorschütze zum 2:1 in Leeds. Kühbauers erster Plan heißt: West Ham nicht in den Spielfluss reinkommen lassen. Dazu brauche es voll fitte Spieler. Allein schon wegen der tausend Anhänger, die nach London kamen, steht Rapid in der Pflicht, darf sich nicht praktisch kampflos ergeben.

Ein grün-weißes Duell gibt es in Budapest: Peter Stöger mit Ungarns Meister Ferencvaros gegen die Grün-Weißen aus Sevilla. Betis liegt in der La Liga derzeit hinter dem FC Barcelona auf Rang sieben. Trainer Oliver Glasner und Martin Hinteregger hoffen mit Eintracht Frankfurt bei Royal Antwerpen auf den ersten Sieg dieser Saison. Aleksandar Dragovic spielt mit Roter Stern Belgrad bei Bulgariens Meister Ludogorez Razgrad.


Foto: Servus TV.

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