Fußball

37 Tage nach verpatztem Debüt winkt Herzog die Tabellenführung

Sonntag ist es 37 Tage her, dass Andreas Herzog seinen Einstand als Teamchef bei Israel in der Nations League feierte. Das 0:1 gegen Albanien am 7. September bedeutete einen verpatzten Einstand. Am 14.Oktober könnte die Fußballwelt für Österreichs Rekordteamspieler schon viel freundlicher aussehen. Denn wenn im Turner Stadium von Beer Sheva die Revanche gegen Albaniens Legionärstruppe unter seinem italienischen Teamchef Christian Panucci, als Spieler zweifacher Champions League-Sieger mit Milan und Real Madrid, gelingt, dann hat Israel die Tabellenführung in der Gruppe erobert. Und dieses Gefühl kannten in Israel die Fußballfans schon lange nicht. Bisher ist alles ausgeglichen: Albanien, Schottland und Israel feierten je einen Sieg.

Zwei Siege hintereinander gelangen Israel auch in der Qualifikation zur WM 2016. Zunächst 2:1 gegen Liechtenstein, dann das 3:0 in Albanien am 12.November 2016. Das war bis letzten Donnerstag, bis zum 2:1 gegen die Schotten in Haifa, der letzte Sieg. Was löst der Befreiungsschlag aus? Herzog wagt keine Prognosen, verrät nur seinen persönlichen Traum: Ins letzte Gruppenspiel am 20. November gegen Schottlnd im Hampden Park von Glasgow als Tabellenführer gehen. Theoretisch wäre das möglich. Vorausgesetzt es gelingen Sonntag Tore gegen Albaniens Keeper von Lazio Rom, Thomas Strakosha. Salzburg-Torjäger Manus Dabbur wäre dafür zuständig. Er war beim 2:1 über die Schotten einer von sieben, die auch bei Herzogs verlorenem Debüt in Albanien begannen. Diesmal bekommt er einen neuen Partner im Angriff: Tomer Hemed, Legionär in England bei den Queens Park Rangers, bestand den Fitnesstest. Am Sabbat, dem siebenten Wochentag, in dem laut jüdischem Gauben die Arbeit ruhen muss. Trainiert wurde aber normal wie am Tag vor einem Match üblich.

Österreichs Sieg über Nordirland sahen  Herzog, Sportchef Willi Ruttensteiner und Tormanntrainer Klaus Lindenberger am Computer im Teamquartier. Knapp bevor das Goldtor von Marko Arnautovic fiel, mussten sie aber die Hotellounge räumen, versäumten daher den Treffer. Österreich hat anders als Israel erst am 15.November die Chance auf Platz eins – wenn Bosnien Montag in Sarajevo gegen die punktelosen Nordiren unerwartet verlieren sollte: „Als Andi bei seiner ersten Pressekonferenz in Tel Aviv den Gruppensieg als Ziel nannte, hielt das keiner für möglich. Jetzt können wir die Chance dafür schaffen. Eine sehr gute Entwicklung“, zog Ruttensteiner zufrieden Bilanz. Mitunter muss er eingreifen, damit organisatorisch alles so abläuft, wie es sich das Trio von Österreich vorstellt. Bisher gelingt´s.  Zum neuen Verbandspräsidenten Shino Zuaretz, der erst gewählt wurde, als Ruttensteiner und Herzog schon im Amt waren, fand Ruttensteiner einen guten Draht. Die große Frage für ihn und Herzog: Sind die Israelis nach nur zwei Tagen Pause fit genug, um die ausgeruhten Albaner unter Druck zu setzen? Eines ist sicher: Die Stimmung ist seit Donnerstag sicher gelöster und positiver.

 

Foto: Football.org.il.

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