Eishockey

Auf Olympiakurs: Eishockey-Damen stehlen Jung-Herren die Show!

Wer das Verhalten des Präsidiums im Eishockeyverband unter Präsident Klaus Hartmann bisher als etwas Damen lastig empfand, lag nicht falsch. Kein Wunder, Hartmann wurde auch mit den Stimmen aus dem Damen-Lager gewählt, so etwas ist dann Klientelpolitik. Jetzt wird sich vermutlich oder sogar sicher die Tendenz noch verstärken. Denn Österreichs Eishockeydamen feierten Donnerstag zum Auftakt der Olympia-Qualifikation in Füssen einen historischen Erfolg, sind nach dem 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) gegen Deutschland auf Olympiakurs. Den Samstag-Gegner Dänemark bezwangen die Damen bei der letzten Weltmeisterschaft. Die Herren verpassten im August das Olympiaticket.

Die deutschen Damen sind die Nummer acht der Weltrangliste, galten auf eigenem Eis als Favorit. Aber es siegten die vom Finnen Jari Risku gecoachten Österreicherinnen. Dank amerikanischer Tore: Zunächst traf die Steirerin Teresa Schafzahl, die an der Vermont-University spielt, dann zweimal die Tirolerin Janine Weber, die seit acht Jahren in den Staaten spielt, zuletzt in Connecticut und treffend analysierte: „Unser Spielplan ist aufgegangen. Wir waren aggressiv, wenn es das Spiel erfordert hat und defensiv, wenn es notwendig war.“ Zur besten Spielern wurde aber Selma Luggin, die erst 19 jährige Torfrau der Vienna Sabres, nach ihrem Shut-Out, das sie trotz acht deutscher Powerplays schaffte, gewählt. Von 2017 bis 2019 wurde sie in Kanada ausgebildet. Bei den Siegerinnen spielen sieben, die im Ausland engagiert sind: Fünf in den USA, zwei in der Schweiz, eine in Schweden. Letzter Gegner am Sonntag ist Italien.

Die Herren verloren zum Auftakt der Viernationen-Turniers in Jesenice gegen Weißrussland erst in der Verlängerung 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:1). Damit schafften die junge Truppe mit zehn Debütanten ein besseres Ergebnis als die Bestbesetzung im August beim Kampf um Olympia (2:5 nach 2:0-Führung). Salzburg-Stürmer Tim Harnisch und Alexander Lahoda von den Linzer Black Wings holten jeweils einen Rückstand auf, die Assists leistete der 17 jährige Marco Kasper. Das Tor zur Niederlage kassierten die Österreicher nach 53 Sekunden der Verlängerung in Unterzahl. Torhüter David Madlener überzeugte, Teamchef Roger Bader war zufrieden, sprach von einer sehr guten Leistung. Freitag ist Frankreich Österreichs Gegner.

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