Fußball

Austria braucht Erholung und Entscheidungen: Stögers Ärger über oberflächliche Untergriffigkeit

Doch ein Trainereffekt bei der Admira! Einen Tag nach der Rückkehr von Klaus Schmidt reichte es bei der  Austria zu einem Punkt, wobei die Südstädter beim 0:0 speziell in der zweiten Hälfte dem Sieg näher als die sehr müde wirkende Austria beim vierten Spiel innerhalb von elf Tagen. Vor der Pause köpfelte Innenverteidiger Niko Datkovic an die Latte, im Finish auch der eingewechselte Max Breunig (Bild oben). Schmidt coachte in seiner bekannten Art, teilweise in Hocke, wie gewohnt temperamentvoll, brüllte nach einer halben Stunde „ihr gebt zu leicht die Bälle her“. Stimmte, nur die Austria konnte dies nicht nützen. Die musste bereits nach sechs Minuten einen ihrer Antreiber vorgeben: Vesel Demaku, nach einer Schulteroperation erst in Fahrt gekommen, verletzt sich wieder an der  Schulter. An der nicht operierten. Leichte Luxation, mehr wird die Magnetresonanz zeigen.

Schmidt wechselte fünf Mann aus der Mannschaft, die Samstag gegen Austria 0:2 verlor, aus, General Manager Stöger rotierte nur einmal, brachte den Amerikaner Eric Palmer Brown ins Abwehrzentrum: „Wir hatten in den letzten Wochen einige Ausfälle, konnte nicht rotieren.“ Daher fehlten denen, die das komplette Programm mitmachten, die nötige Dynamik und Frische. Die Admira wirkte körperlich stärker: „Damit hatten unsere Zauberer in der Offensive Probleme“, gab Stöger zu, dass die Austria immer ungefährlicher wurde, je länger das Spiel dauerte. Jetzt heißt es die Pause zu nützen. Einige brauchen Erholung, andere wieder das volle Training, um wieder frisch zu werden für die letzten vier Runden plus Play-off. Die  Tabellenführung ging wieder an Hartberg verloren. Dank Tormann und Kapitän Rene Swete gelang den Steirern den 0:1-Rückstand gegen Altach  in ein spätes 2:1 (1:1) gegen Altach zu verwandeln. Weil auch Trainer Markus Schopp ein glückliches Händchen hatte: Er tauschte Lukas Ried nach 81 Minuten ein, vier Minuten später erzielte er das Siegestor. Hartberg hat zwei Punkte mehr als Austria, muss noch in die Generali-Arena. Wo die Austria die letzten zwei Heimspiele nicht gewann, gegen Ried und Admira nur zwei Punkte holte, wobei der gegen Ried durch den Ausgleich von Marco Djuricin in der 91. Minute glücklich war.

Schon vor dem Match gab es Dienstag  bei Austria Aufregung vor dem Stadion. Durch Transparente und etwas mehr unter der Gürtellinie von Chaoten gegen AG-Vorstand Markus Kraetschmer. Wenn es stimmt, das seine Familie Polizeischutz braucht,  geht das eindeutig viel  zu weit. Stöger kritisierte diese Aktionen der Fans,  via soziale Medien im „Sky“Interview als „oberflächliche Untergriffigkeit“, die es nicht geben darf, ohne sich Illusionen zu machen, dass sich daran etwas ändern wird. Stöger empfahl der Chefetage, Entscheidungen zu treffen. Da war Kraetschmers Zukunft sicher ebenso gemeint wie die Suche nach seinem Nachfolger. Vizepräsident Raimund Harreither, der als Retter der Lizenz gilt, kritisierte via „Sky“ Kraetschmer sehr sachlich. Bei allen Vorwürfen, denen er sich stellen muss: Kraetschmer durch den Ende März engagierten Gerhard Krisch zu ersetzen, würde im Chaos enden. Krisch wäre mit der Aufgabe total überfordert, die Austria ist ein anderes Kaliber als Vienna oder Mauerwerk.  Wenn Bank Austria-Boss Robert Zadrazil dies als Chef des Verwaltungsrats durchsetzt, erweist er der Austria einen schlechten Dienst.

Einen Tag nach dem Trainerwechsel beim Vorletzten Admira präsentierte der Letzte St. Pölten auch einen neuen Mann für die Trainerbank: Den im Dezember bei Ried beurlaubten Gerald Baumgartner. Er beginnt Mittwoch statt Interimstrainer Georg Zellhofer, mit dem Rettungskommando, drückte Dienstag neben General Manager Andreas Blumauer auf der  Tribüne seinem neuen Verein gegen seinen Ex-Klub die Daumen. Half nichts, nur 0:0 statt des dringend notwendigen Siege, weiter zwei Punkte Rückstand auf Admira. So neu ist Baumgartner in St. Pölten  nicht: Er führte die Niederösterreicher 2014 als Zweitligist sensationell ins Cupfinale. Ried stimmte der Auflösung des bis Ende Juni laufenden Vertrags mit Baumgartner zu. Allerdings erst mit Mittwoch. Damit gab es in der Bundesliga in dieser Saison neun Trainerwechsel. Red Bull Salzburg, Rapid,  Sturm Graz, der LASK, WSG Swarovski Tirol, Hartberg, Austria haben den gleichen Trainer wie zu Saisonbeginn. Die neun Wechsel gehen auf das Konto von Wolfsberg, Altach, Ried, St.Pölten und Admira.

 

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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