Fußball

Der neue Plan für die Champions League

Nächsten Dienstag beginnt die Champions League, unter anderem mit dem ausverkauften Premierenspiel von Österreichs Meister Red Bull Salzburg gegen Genk aus Belgien. Eine Woche davor war in Genf auf der Generalversammlung der  European Club Association, der Vereinigung der europäischen Spitzenklubs, der inzwischen 246 Vereine angehören (aus Österreich Salzburg, Rapid, Austria und Sturm Graz) nur mehr wenig über die geplante radikale Europacupreform, die in fünf Jahren beginnen sollte, zu hören. Andrea Agnelli, der bestätigte ECA-Präsident aus Italien, verwies nur auf die Probleme mit dem internationalen Kalender, die eine Veränderung ab 2024 notwendig machen würden.

Ein neuer Plan für das dreistufige Modell mit Champions League und zwei Europa Leagues mit je 32 Klubs lag bereits seit letztem Wochenende am Tisch. Aber der Vorschlag kam von der Vereinigung der Europäischen Ligen, die  vergangenen Donnerstag nach Lissabon geladen hatte, um das Modell den nationalen Ligen zu präsentieren. Von Österreichs Bundesliga war der für den Spielbetrieb zuständige David Reisenauer in der portugiesischen Hauptstadt. Die neuen Vorschläge kamen von einer Arbeitsgruppe, zu der auch Georg Pangl, der österreichische Generalsekretär der EPL, gehörte. Der Aufsichtsrat genehmigte den Plan, ehe ihn die Ligen in Lissabon hörten.  Das neue Gegenmodell hätte für die österreichischen Klub ihre Vorteile.

Demnach sollen sich die Klubs nur über die Tabellen ihrer nationalen Ligen qualifizieren. Und nicht wie ursprünglich von Agnelli gefordert über das Abschneiden in der Champions League-Vorsaison oder sogar über historische Erfolge. Von letzter Forderung rückte Agnelli ohnehin bereits ab. Maximal sieben Klubs aus einem Land dürfen an der Champions League und den zwei Europa League-Bewerben, die es ab 2021 geben wird, teilnehmen. Frankreich soll künftig die gleiche Anzahl an Startplätzen bekommen wie Deutschland, Italien, Spanien und England. Aus 4 mal 4 soll am Ende ein 5 mal 3 plus einem Play-off-Platz werden. Das würde bedeuten: Englands Premier League, die deutsche Bundesliga, Spaniens La Liga und Italiens Serie A hätten nur noch drei statt jetzt vier fixe Startplätze,

Die Europacup-Spiele dürften anders als bei Agnellis Plänen nicht am Wochenende stattfinden. Die UEFA-Prämien für die Starter in der Europa League sollen deutlich angehoben werden. 20 Prozent der UEFA-Gelder sollen als Solidaritäts-Betrag an die Klubs ausgeschüttet werden,die in der Qualifikation gescheitert sind oder gar nicht am Europacup teilnehmen. Das sind rund 700.  Derzeit werden 7,3 Prozent von 3,25 Milliarden Euro als Solidaritätsbeitrag verteilt.

Auffallend, das die fünf Top-Ligen Europas diese Pläne mittragen, obwohl dadurch für sie in Startplatz in der Champions League wegfällt. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat in Sachen Europacupreform eine Nachdenkpause angeordnet. Erst nach der Europameisterschaft 2020 sollen Entscheidungen fallen. Vorerst hat der Slowene eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit den Reaktionen der nationale Verbände auf die Reformpläne befassen, sie evaluieren soll. Der gehört auch ein Österreicher an: ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer.

Rapids Finanzreferent Raphael Landthaler wurde in Genf erneut in den „Board“ der ECA gewählt. Als „Observer“, also Beobachter, der „Subdivision“. Sprich Europa League. Zudem ist Landthaler bis 2023 einer der Vertreter der „ECA“ in der Wettbewerbs-Kommision der UEFA.

Foto: UEFA.com.

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