Fußball

Didi Kühbauer auf „eine energische Rapid“ vorbereitet

Rapid ist der wunderbarste Fußballverein der Welt. Das sagt der künftige Präsident Alexander Wrabetz in einer ersten Botschaft an die grün-weißen Mitglieder via Rapid-TV. In der er ankündigt, möglichst rasch klären zu wollen, wer künftig was im sportlichen Bereich macht, welche Funktion „Zoki“ haben wird. Trainer und Sportchef wird Zoran Barisic nur noch Sonntag gegen den LASK sein und kommenden Samstag in Hartberg. Nach der Wahl des Präsidiums am 26. November bleibt nur noch eine übrig. Steht Rapid dann unter den ersten sechs steht, wird es die des Trainers sein. Wobei ein Thema sein wird, ob die Dauer des Vertrags als Sport-Geschäftsführer (bis Sommer 2024)  auch für den Trainerjob gilt.

Zwölf Tore hat Rapid in den vier Spielen unter Interims-Trainer Barisic erzielt. Zuvor waren es in dieser Saison unter Ferdinand Feldhofer in 19 Partien nur 22. Ob sich der offensive Aufschwung auch gegen den Dritten LASK, der acht Punkte Vorsprung auf den Siebenten Rapid hat, zeigen wird? Den Schlager heizt die Personalie Didi Kühbauer, den die grün-weiße Fantribüne garantiert mit Beifall empfangen wird, an. Die Rückkehr zum Ex-Klub, bei dem er 37 Monate Trainer war, ehe er von seinem Freund aus gemeinsamen aktiven Zeiten bei Rapid, Barisic, vor einem Jahr frei gestellt vor wurde. Nach 141 Spielen mit einem Punkteschnitt von 1,67. Darunter litt die Freundschaft. Wochenlang nahm Kühbauer das Wort „Zoki“ nicht mehr in den Mund, inzwischen ist wieder einiges ausgesprochen. Daher werden sie sich Sonntag die Hände schütteln.

Rapid-Vergangenheit haben beim LASK außerdem Kühbauers Assistent Manfred Nastl, der im Sommer zu Kühbauer gewechselte Rechtsverteidiger Filip Stojkovic und Marvin Potzmann. Sein „Status“ hat sich bei Kühbauer gegenüber gemeinsamen Rapid-Zeiten nicht geändert und heißt Ergänzungsspieler. Sonntag gibt es bereits das zwölfte Trainerduell zwischen Barisic und Kühbauer. Das erste liegt neun Jahre zurück (damals verlor Kühbauer mit Admira in der Südstadt 0:2), das letzte sieben Jahre. Zehnmal war Kühbauer Wolfsberg-Trainer gegen Rapid. Einmal kam er mit den Kärntnern sogar als Tabellenführer. Das war im September 2014 bei der 0:3-Niederlage im Happel-Stadion. In den elf Duellen blieb Barisic sechsmal Sieger, viermal Kühbauer, der im Apri l2015 mit dem Außenseiter Rapid aus dem Cup werfen konnte, einmal endete es mit einem Unentschieden.

Unter Barisic gegen Kühbauer spielten von Rapids Startelf, zu der erstmals seit dem Trainerwechsel auch der Deutsche Nicolas Kühn gehören soll, schon Guido Burgstaller, der Sonntag sein 100. Bundesligaspiel für Grün-Weiß bestreiten wird,  und Christopher Dibon, der auch aus seiner Admira-Zeit weiß, wie Trainer Kühbauer tickt. Mit einer Ausnahme war in Kühbauers Wolfsberg-Ära gegen Rapid immer Michael Sollbauer dabei. Aber der Innenverteidiger wird Sonntag nicht in Grün-Weiß gegen seinen Ex-Trainer spielen. „Beide werden voll auf Sieg gehen“, prophezeite Kühbauer, „wer weniger Fehler macht, wird nach einer engen Partie mit einem Sieg belohnt“. Er ist auf eine „sehr energische Rapid“ eingestellt. Zu den LASK-Trümpfen zählt der Japaner Keito Nakamura, mit acht Toren und vier Assists die Nummer eins in der Scorerwertung der Liga.  Ljubicic war im letzten Frühjahr auch ein Thema bei Rapid. Den Vorzug bekam dann Burgstaller. In 14 Runden erzielten beide je neun Treffer. Kühbauers Bilanz beim LASK seit Mai kann sich sehen lassen: In 21 Spielen elf Siege, darunter das 2:1 gegen Rapid am 14. August, sieben Unentschieden und nur drei Niederlagen. Punkteschnitt 1,90. Die LASK-Statistik der letzten vier Spiele in Hütteldorf liest sich gar nicht gut: Vier Niederlagen, jeweils drei Tore kassiert. Da war Kühbauer noch auf der anderen Seite als Rapid-Trainer dabei.

Foto: Gepa/Admiral.

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