Fußball

Die „Wölfe“ greifen nach den Sternen! Austria kann mit 1:1 leben

Keine andere Mannschaft in der Bundesliga, nicht einmal die klare Nummer eins Red Bull Salzburg, feierte aktuell vier Siege in Serie. Das gelang dem Wolfsberger AC Sonntag mit dem 3:0 (1:0) bei Sturm Graz nach dem 1:0 gegen Austria, 1:0 beim LASK und 2:1 gegen Austria Klagenfurt. Mit einer Statistik, die nach einer klaren Niederlage aussah: Nur 40,6 Prozent Ballbesitz gegenüber 59,4 % der Verlierer, nur 47,9 % gewonnene Zweikämpfe gegenüber 52,1, nur zwei Torschüsse gegenüber 19. Wie man mit zwei Schüssen drei Treffer erzielen kann? Der zweite war ein Eigentor des Grazers Amadou Dante. Wolfsbergs inzwischen 36 jähriger Kapitän Michael Liendl (Bild oben) erzielte mit dem ersten Schuss die spektakuläre Führung. Mit links traf er genau ins lange Eck. Das dritte Tor fiel erst in der 94. Minute durch Joker Cheikhou Dieng.

Letzte Woche sicherte Liendl, den Trainer Robin Dutt als seinen wichtigsten Ansprechpartner bezeichnete, mit einem Traumtor Wolfsberg den Sieg im Kärntner Derby, der Treffer in Graz gefiel ihm aber noch besser. Erinnerte ihn an einen ähnlichen in der Europa League gegen AS Roma vor zwei Jahren: „Jetzt greifen  wir nach den Sternen“, kündigte Liendl, der Tormann Alexander Kofler als „überragend“ lobte, an. Der Rückstand auf den Zweiten Sturm beträgt nur noch zwei Punkte, nächsten Sonntag gastiert Rapid drei Tage nach der Europa League bei Dinamo Zagreb im Lavanttal. Sturm gewann von seinen letzten sieben Partien nur eine, auch Torjäger Kelvin Yeboah hat Ladehemmung: „Es spielt sich alles im Kopf ab. Wir sind zu zögerlich, es fehlt das Selbstverständnis“, glaubt Trainer Christian Ilzer. Der „Flo“ der Wölfe ging zwei Stunden nach dem Schlusspfiff in Graz weiter: Bei der Auslosung des Cupviertelfnales kam es zwar nicht zum erhofften Kärntner Derby, aber mit dem Zweitligisten Floridsdorfer AC und Heimvorteil kann Wolfsberg auch gut leben. Austria Klagenfurt muss im Februar nach Ried.

Keinen Sieger gab es zwischen WSG Tirol und der Austria. Violett verpasste es, erstmals hintereinander zwei Spiele zu gewinnen, aber mit dem 1:1 (0:0) konnte Trainer Manfred Schmid auch leben, zumal Innenverteidiger Lukas Mühl kurz vor Anpfiff ausfiel: „Hätte mir jemand diese Ergebnisse am Beginn der Saison gesagt, hätte ich sie sofort genommen und unterschrieben.“ Muharem Huskovic rettete mit seinen ersten Bundesligatreffer einen Punkt, glich Tirols Führung durch das fünfte Saisontor des Juventus-Leihgabe Giacomo Vrioni aus. Erstmals in dieser Saison sind beide Wiener Klubs unter den ersten sechs. Am Samstag kommt Salzburg zur Austria.

 

Foto: Gepa/Admiral.

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