Fußball

Djuricin verschaffte sich mit wichtigster Niederlage Schonzeit

Ende gut, alles gut: Rapid zitterte sich in Bukarest gegen FCSB nach dem 3:1 vom Play-off-Hinspiel durch eine 1:2 (0:2)-Niederlage in die Gruppenphase der Europa League.18 Minuten lang, von der 45. bis zur 63. Minute, bis zum Tor von Mario Sonnleitner war Rapid ausgeschieden. Mit Hilfe des 19jährigen rumänischen Torhüters Andrei Vlad, normal nur Ersatz, traf mit dem 31jährigen Innenverteidiger Sonnleitner der älteste  Rapid-Spieler. Über beide Partien gesehen lag das entscheidende Plus für Grün-Weiß, um zum siebenten Mal in der Gruppenphase zu stehen.  beim besseren Torhüter, bei Richard Strebinger.

Schon beim Abschlusstraining gab´s Mittwoch den ersten Tiefschlag: Muskelverletzung von Boli Bolingboli, keine Chance auf einen Ersatz. Rapid hielt das bis 90 Minuten vor Anpfiff geheim. Beim Ersatz zeigte Trainer Goran Djuricin  zeigte Mut, brachte den 19jährigen Innenverteidiger Mert Müldür als rechten Abwehrspieler, nicht den routinierteren Stephan Auer. Marvin Potzmann verteidigte links. Nach elf Minuten fiel nach einem de vielen unnötigen Ballverluste im Mittelfeld, in diesem Fall von Kapitän Stefan Schwab, über Potzmanns Seite das Führungstor der Rumänen. Der Pass zum französischen Torschützen Harlem Guohere, der zudem Müldür wegstieß, kam allerdings aus Abseitsposition. Als Potzmann in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte den Ball ins eigene Tor abfälschte, war Rapid draußen.

Das so wichtige Auswärtstor fiel nach 63 Minuten, weil der unroutinierte, merkbar nervöse rumänische Keeper einen Schwab-Freistoss, der neben das Tor gegangen wäre, unnötig nach vorne abwehrte. So entstand die Situation zum grün-weißen Happy End. Danach brachte Djuricin sofort Auer statt Müldür, für die letzten 17 Minuten Max Hofmann als dritten Innenverteidiger. Mit Fünferabwehr hielt Rapid das Resultat. Auch dank Strebingers Superreaktion knapp vor der Nachspielzeit, die eine Verlängerung verhinderte. Zum Schmunzeln die Szene, als für die letzten Minute mit Manuel Martic noch ein Defensivspieler kam, einen Zettel mit taktischen Anweisungen an Schwab übergab. Als der Kapitän den ansehen wollte, nahm ihn den ein rumänischer Spieler einfach weg. Nützte auch nichts mehr. Sonnleitner sorgte nach acht Jahren Pause wieder für ein wichtiges Tor im Play-Off: Am 26.August 2010 war ihm als  23jährigen  im Villa-Park von Birmingham beim historischen 3:2 über Aston Villa der Ausgleich zum 2:2 gelungen.

Für Djuricin war es die wichtigste Niederlage in seinen eineinhalb Jahren bei Grün-Weiß, mit der Rapid erstmals seit 2016 wieder in der Gruppenphase steht, Österreich mit zwei Mannschaften im Europacup vertreten ist. Daher müsste Djurcin auch beim kritischen Fanblock für einige Zeit Schonfrist bekommen. Mit Sportchef Fredy Bickel lag er sich nach dem Schlusspfiff lange in den Armen, sprach von der schönsten Niederlage seines Lebens: „Ich bin total fertig. vor der Pause ist alles schief gelaufen. Wir kamen mit dem holprigen Rasen nicht zurecht, hatten volle Hasen. In der Pause gaben wir die Devise aus, die Pampers auszuziehen.“ Offenbar gelungen. Damit hat nur der TV-Sender Puls, der die Rechte für die Europa League hat. „Probleme“. Aber nur für eine Live-Übertragung  pro Spieltag. Also muss sechsmal zwischen Salzburg und Rapid gewählt werden. Es gibt Schlimmeres. Rapid kam für die Auslosung in Topf zwei,kann daher prominente Namen wie Sporting Lissabon, Olympique Marseille, Celtic Glasgow, Paok Saloniki, Milan oder  Fenerbahce Istanbul nicht als Gegner bekommen.

Die größt Sensation des Donnerstag passiert auch  in Rumänien.  Nicht in Bukarest, sondern in Cluj. Dort gelang es Düdelingen als erste Mannschaft von Luxemburg in die Gruppenphase zu kommen. Durch einen 3:2-Sieg beim Meister Cluj. Schon daheim hatten die krassen Aussenseiter 2:0 gewonnen, davor Polens Titelträger Legia Warschau ausgeschaltet. Vor sechs Jahren hatte Düdelingen europaweit für Aufsehen gesorgt, als es gelang, Red Bull Salzburg in der Qualifikation für die Champions League zu blamieren. Damals waren das durchaus Amateure, die Zeiten haben sich geändert: Jetzt 16 Legionäre im Kader, darunter sechs Deutsche. Trainer ist der 36jährige Dino Toppmöller, der Sohn des ehemaligen deutschen Teamstürmers Klaus, der später Eintracht Frankfurt, Leverkusen und den Hamburger SV trainiert hatte.

Zwei Vereine in der Gruppenphase wie Österreich hat auch Zypern: Mit Sturm-Bezwinger AEK Larnaca, der Trencin aus der Slowakei ausschaltete und Apollon Limassol, der Österreichs Ex-Teamchef Marcel Koller mit dem FC Basel durch ein 1:0 nach dem 2:3 vom Hinspiel eliminierte. Damit ist die Schweiz nur durch Meister Young Boys Bern vertreten, allerdings in der Champions League. Einen Tiefschlag wie am Tag zuvor für Salzburg hätte es fast auch für die zweite Red Bull-Mannschaft, die aus Leipzig, gegeben. Mit Marcel Sabitzer Stefan Ilsanker und Konrad Laimer fiel vor  nur 18.000 Zuschauern das für den Aufstieg entscheidende 3:2 gegen Zorja Lugansk aus der Ukraine erst durch einen Elfer des Schweden Emil Forsberg in der Nachspielzeit. Ab der 35.Minute bis zum Elfer waren die Ukrainer die Aufsteiger.

 

 

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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