Fußball

Doppelpack und Eigentor von Hinteregger! Elfer-Streit um Dragovic

Österreichs Teamverteidiger sorgen in der deutschen Bundesliga für Gesprächsstoff. Vor allem Martin Hinteregger bei Eintrachts Frankfurt 2:5 (0:2) in München gegen Bayern vor den Augen von „Kaiser Franz“ Beckenbauer mit seinem ersten Doppelpack, auf den ein technisch „wertvolles“ Eigentor folgte. Die deutschen Medien jubelten nachher über das bisher geilste Geisterspiel. Aleksandar Dragovic war Teil eines Elfer-Streits bei Leverkusens 3:1 (1:0)-Auswärtssiegs über Mönchengladbach, mit dem die Sieger Platz drei hinter Bayern und Borussia Dortmund eroberten.

Mit Hinteregger und Stefan Ilsanker bildeten zwei Ex-Salzburger Frankfurts Abwehrzentrum. Der Außenseiter begann überraschend couragiert, doch nach zehn Minuten übernahm Bayern das Kommando, führte zur Pause 2:0. Hinteregger, vor dem zweiten Tor von Thomas Müller weggestoßen, sah knapp davor seine sechste gelbe Karte, als er mit der rechten Hand Torjäger Robert Lewandowski im Gesicht traf, ihm ein Cut unter dem Auge zufügte. Der Pole spielte weiter, traf nach 40 Sekunden der zweiten Hälfte per Kopf zum 3:0. Doch dann bracht Hinteregger, wenn auch nur kurz, Spannung ins Spiel. Durch zwei Tore nach Eckbällen innerhalb von drei Minuten. Beim ersten legte er sich den Ball per Kopf mit einer Art Bogenlampe vor, bezwang mit links Manuel Neuer per Aufsetzer. Beim zweiten sprang der Kärntner höher als Lewandowski, der Kopfball landete via Innenstange im langen Eck. Alles zwischen der 52. und 55. Minute. Hintereggers Tore sieben und acht in dieser Saison, die ersten in der Rückrunde. Im Herbst hatte er auch bei Frankfurts 5:1 gegen die Münchner getroffen. Bayern schien kurz zu wackeln, doch nur fünf Minuten lang. Dann legte Frankfurts Schweizer Gelson Fernandes Bayern das vierte Tor auf. Im Finish hatte  Hinteregger das letzte Wort: Bei einem Rettungsversuch traf er den Ball mit der rechten Ferse, von dort ging er auf seine linke und ins eigene Tor. Das wird Hinteregger bis ans Ende der Karriere nicht mehr gelingen. „Das muss lustig aussehen“. sagte er nachher beim „Sky“-Interview, „sicher mein bisher schönstes Eigentor. Aber hoffentlich mein letztes.“ Nach Schlusspfiff sah man beim Österreicher-Talk auf der Mittellinie zwischen David Alaba, Hinteregger und Adi Hütter ein kurzes Lächeln im Gesicht des Trainers. Obwohl es die fünfte Niederlage hintereinander in der Bundesliga war. Die passierten Eintracht zuletzt 2017. Unter Hütters Vorgänger Niko Kovac.

Dragovic kam bei Leverkusen überraschend zum Einsatz, weil Trainer Peter Bosz sich für die eine Variante mit drei Innenverteidigern entschied. Leverkusen dominierte die erste Hälfte, dann schaffte Gladbach den Ausgleich. Kurz darauf kam der Elfer-Streit um Dragovic:  Gladbachs Franzose Marcus Thuram alleine durch, Dragovic versuchte ihn am Torschuss zu hindern, was nicht gelang, hielt ihn dabei ein wenig zurück. Für den Referee zu wenig für einen Elfmeterpfiff, den es im Ggenstoss gab. Als Gladbachs Schweizer Nico Elvedi Leverkusens Flügelflitzer Karim Bellarabi nach dessen Schuss, der vorbei ging, noch voll abräumte. Das nützte Leverkusen,  um wieder in Führung zu gehen: „Den Elfer kann man, muss man aber nicht geben“ meinte Stefan Laine nach dem verlorenen Österreicher-Duell. Sein Trainer Marco Rose ärgerte sich nur, dass der Videoreferee den Schiedsrichter nicht aufforderte, sich die Dragovic-Szene nochmals anzusehen wie danach Elvedis Attacke: „Regeltechnisch kann man Elfer geben“, gab Rose zu. Dragovic wurde in der 81. Minute durch Österreichs Teamkapitän Julian Baumgartlinger ersetzt. Leverkusen empfängt am Dienstag Wolfsburg, die Mannschaft von Oliver Glasner und Xaver Schlager. Die Samstag Borussia Dortmund nicht stoppen konnte ,trotz starker zweiter Hälfte 0:2 (0:1) verlor, dabei irgendwie an ihre Grenzen stieß: „Wir machten vor der Pause zu viele Fehler in Ballbesitz“, klagte Glasner. Somit gehen Borussia Dortmund als auch Bayern ohne Punkteverlust in ihre Geisterspielen in das direkte  Duell am Dienstag Abend. Das wird auch ohne Publikum sicher ein heißer Tanz.

Ein 1:1 (1:1) beim Letzten Paderborn war sicher nicht das, was sich  Stefan Posch, Florian Grillitsch und Christoph Baumgartner mit Hoffenheim erwarteten,  So wird das nichts mit dem Europa League-Platz. Neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schöpfte der Tiroler Marco Friedl mit Werder Bremen durch den 1:0 (1:0)-Auswärtssieg beim Lieblingsgegner Freiburg.

Foto: Eintracht Frankfurt.

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