Eishockey

Fallen wegen sieben Worten die TV-Spiele beim Eishockeystart aus?

Die große Aufruhr unter Österreichs Eishockeyspielern wegen des Covid-Regulativs fand bei Liga-Präsident Jochen Pildner Steinburg beim Saisonauftakt-Event in den TV-Studios von Puls 24 erwartungsgemäß kein Verständnis. Der Unternehmer sprach von blank liegenden Nerven, die kurz vor der ersten Runde eigentlich üblich wären, von Profilierungssucht der Spielervereinigung UNION, mit der man bisher die Zusammenarbeit gesucht habe. Die TV-Moderatoren befragten dazu zwar Pildner Steinburg, aber nicht einen im Studio anwesenden Spieler, der bisher nicht den völligen Haftungsverzicht gegenüber der Liga in Covid-Fragen unterschrieb. Nämlich Raphael Rotter. Pildners Argumentation, die Spieler hätten auch vergangene Saison den Verzicht unterschrieben, zieht nicht. Es gibt in  dieser Saison andere Voraussetzungen. Nämlich, dass zumindest bis auf Widerruf Fans die Hallen komplett füllen dürfen, womit die Covid-Gefahr  steigt. Und zweitens gab es vor einem Jahr die Spielervereinigung noch nicht, als die Spieler im August diese Erklärung unterschrieben. Erst seit letzten Oktober.

Nach dem Start zur Vorbereitung müssen die Spieler einige Dinge unterschreiben. Von Autogrammkarten bis zum Akzeptieren der Rechtsordnung der Liga bis zum Bestellschein für neue Handschuhe. Oder den Covid-Paragraphen. Diesmal schickten ihn einige Spieler dem UNION-Vorsitzenden Sascha Tomanek zur Begutachtung. Jurist Tomanek ließ dies von einigen „Kollegen“ prüfen, alle kamen zu einem Urteil: Sittenwidrig. „Wir wollen doch nicht wegen Kleinigkeiten gegen die Liga Krieg führen“, versicherte Tomanek, „nur dürfen die Spieler nicht zum Handkuss kommen, sollte es durch grobe Fahrlässigkeit der Liga zu Covid-Fällen kommen. Was wir gar nicht annehmen“. Pildner Steinburg und Liga-Geschäftsführer Christian Feichtinger sind hingegen überzeugt, dass sich das bisher angewandte Covid-Konzept weiterhin bewähren wir, es keine Veränderungen braucht: „Sollte einen das Virus erwischen, weil die Liga schuld war, bekommt er ohnehin vor einem ordentlichen Gericht echt“, meinte Pildner. Nicht ganz nachvollziehbar,  diese Argumentation.

Gibt´s bis Freitag den Kompromiss, stimmt die Liga den sieben Worten zu, die auf Wunsch  der Spielervereinigung neu im Covid-Reguativ stehen sollen? Die heißen: Sofern die Liga daran kein Verschulden trifft. Eigentlich harmlos. Ob das so schlimm wäre, dass deswegen nach Stand vom Dienstagnachmittag unter anderem die ersten zwei TV-Spiele, Freitag  zwischen Meister KAC und den Vienna Capitals und Sonntag zwischen Villach und den Linzer Black Wings nicht in Szene gehen werden? Bei den Vienna Capitals unterschrieb bisher nur ein Legionär den Haftungsverzicht, bei den Linzern agieren bisher nur drei so, wie es die Liga verlangt.

Ob es in der ICE-League zu ähnlichen Taten kommen wird wie letzten Samstag eine Klasse darunter in der Alps-League? Da wurden die Steels Wings Linz 90 Minuten vor dem Anpfiff des Spiels in Asiago von Feichtinger vor das Ultimatum gestellt, die Verzichtserklärungen zu unterschreiben, anderenfalls der sofortige Liga-Ausschuss die Folge wäre. Das wirtschaftliche Risiko gingen die Oberösterreicher nicht ein. Weil sie bis zur gerichtlichen Bestätigung der Sittenwidrigkeit nicht spielen hätten können.

 

Foto: ICE League.

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