Fußball

Für Camara hat Salzburg noch keinen gleichwertigen Ersatz

Wolfsberg ist die Mannschaft, die Red Bull Salzburg,die bis jetzt letzte Heimniederlage in der Bundesliga zufügte. Das war am 20. Dezember 2020 in der Trainerära von Ferdinand Feldhofer. Von den Salzburger Verlierern sind jetzt nur noch Max Wöber, Luka Sucic und Noah Okafor dabei. Daheim kassierten die Salzburg seit diesem 2:3 nie mehr drei oder mehr Gegentore. Letzte Saison gewann der Meister erstmals alle vier Duelle gegen Wolfsberg. Sonntag ist der fünfte Sieg in Serie „fällig“. Alles andere wäre eine Sensation. Die Kärntner müssten normal auch nach vier Runden kein Match gewonnen haben, auf ihren zwei Punkten „sitzen“ bleiben. „Wir sind wieder auf einem guten Weg, die Energie in der Mannschaft ist hoch und wir sind wieder dran, um alles zu erarbeiten!“, versicherte Sportchef Christoph Freund. Wie es aussieht, wird dies ohne Mo Camara passieren, die 13 Minuten, die er am 21. Mai beim 1:1 gegen Austria Klagenfurt zum Einsatz kam, die letzten, die er im Salzburg-Dress bestritt. Es wird wohl bei 76 Spielen, drei Toren und sieben Assists seit 2019 bleiben.

Freund bestätigte, dass ein konkretes Angebot für den Mittelfeldmotor auf dem Tisch liegt und es schnell gehen kann.  Wegen seiner Transferpläne wurde Camara im Juli für eine Woche freigestellt. Auch als sich der Wechsel zu Leeds und Ex-Salzburg-Trainer Jesse Marsch zerschlug, stellte ihn dessen Nachfolger Matthas Jaissle nicht mehr auf. Jetzt ist wieder von der Premier League die Rede, von Liverpools Stadtrivalen Everton und seinem prominenten Trainer Frank Lampard.  Oder von AS Monaco, obwohl die Monegassen in der Qualifikation für die Champions League an PSV Eindhoven scheiterten. Dort soll der 22 jährige Camara Nachfolger des für 80 Millionen Euro zu Real Madrid transferierten Franzosen Aurelio Tchouameni werden. Daher könnte man sich etwas mehr als 30 für Camara relativ locker leisten.

Das wäre Salzburgs Rekordverkauf. Aber der würde eine sportliche Lücke hinterlassen, auch wenn Freund feststellt: „Wir sind breit aufgestellt!“  Das stimmt schon. Aber eine Power wie der Mali-Teamspielers scheint kein anderer aus dem Kader zu haben.  Camara und Nicolas Seiwald waren als Duo eine „Macht“, Seiwald allein ist es nicht. Ob das französische Toptalent Lucas Gourna-Douath nach seiner Knöchelverletzung so dominant werden kann wie Camara, muss sich erst zeigen. Auf jeden Fall nicht auf Anhieb. Gegen Wolfsberg werden wohl Seiwald, der Argentinier Nicolas Capaldo, der Däne Maurits Kjaergaard und Luka Sucic die Mittelfeldraute bilden.

Einen Verkauf brachte Freund Samstag über die Bühne. Den von Verteidiger Gideon Mensah nach Frankreich zu Auxerre. Mensah war bereits in den letzten vier Saisonen verliehen worden. An Sturm Graz, Waregem in Belgien, Vitoria Guimaraes in Portugal und an Bordeaux. Jetzt ist der 24 jährige Ghanaer fix bei Auxerre gelandet.

Foto: Red Bull Salzburg.

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