Fußball

Für Rapid wird´s eng: Personalnot in der Abwehr

Das erwartete Meisterstück für Red Bull Salzburg zum achten Titel hintereinander mit Bierduschen nach dem wenig mitreißenden 2:0 (1:0) im Spitzenduell gegen Rapid,  Aber dahinter wird´s um Platz zwei in den letzten zwei Runden noch sehr spannend. Da der LASK nach sechs Runden ohne Sieg in Wolfsberg unerwartet souverän 4:0 (2:0) gewann und die Hoffnungen der Kärntner auf Platz drei zerstörte und Sturm Graz in Innsbruck mit dem 3:2 (2:1) gegen WSG Swarovski Tirol den ersten Auswärtssieg feierte, liegt Rapid nur noch drei Punkte vor den Verfolgern und spielt noch gegen beide. Sonntag in Graz, am Pfingstsamstag zum Abschluss in Hütteldorf gegen den LASK  vor 3000 Zuschauern. Grün-Weiß hat zwar die beste Tordifferenz des Trios, wird aber noch drei Punkte brauchen, um Zweiter zu bleiben. Wenn Doublegewinner Salzburg trotz der langen Feiernacht  Sonntag in Pasching den LASK bezwingt, würde das Rapid sicher sehr helfen. Aber egal, wer Zweiter wird: Der Rückstand auf den Serienmeister (derzeit zwölf Punkte) ist ein Grund, über Veränderungen nachzudenken. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Salzburg mit Mohamed Camara und  Sekou Koita zwei starke Spieler wegen der Dopingsperre vorgeben musste.

Wie von Trainer Didi Kühbauer angekündigt, dachte er schon an den Sonntag. Zusätzlich zu den gesperrten Matteo Barac und Dejan Petrovic gab es noch vier Veränderungen: Ercan Kara, Filip Stojkovic und Marcel Ritzmaier blieben auf der Bank, Kelvin Arase gehörte nicht zum Kader. Yusuf Demir durfte deshalb beginnen, ebenso der 20 jährige Lionel Schuster im Mittelfeld und vorne Koya Kitagawa, der sich zum Unterschied von Demir nicht dafür empfehlen konnte, auch in Graz zur Startelf zu gehören. Rapid agierte mit drei Innenverteidigern (Leo Greiml, Kapitän Dejan Ljubicic und Max Hofmann), war gut organisiert, ließ wenig zu, brachte aber auch offensiv wenig zustande. Für Salzburgs Tormann Cican Stankovic gab es die erste Prüfung nach 81 Minuten. Zum Rückstand kam es vor der Pause aber nur, weil Leo Greiml einen Schuss von Patson Daka, den Tormann Richard Strebinger gehalten hätte, unglücklich abfälschte. Das änderte nichts daran, dass Greiml Salzburgs Torjäger eigentlich besser im Griff hatte als erwartet.

Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhte Salzburg die Schlagzahl, brachte Rapid in Bedrängnis. Was zum 2:0 von Patson Daka führte, dem Thorsten Schick bei einem missglückten Rettungsversuch den Ball auflegte. Kühbauer brachte nach 65 Minuten Kara und Stojkovic, doch es war nichts mehr zu holen, obwohl Rapid besser aussah als bei den drei Niederlagen gegen Salzburg davor. Aber im Finish sorgte Max Hofmann (Bild oben) mit einer völlig unnötigen gelb-roten Karte, seinem zweiten Ausschluss in dieser Saison, für Personalnot in der Abwehr. Damit fehlen in Graz mit ihm und Barac zwei Innenverteidiger. Bleiben Leo Greiml und der in Salzburg eingewechselte  Oldie Mario Sonnleitner. Oder Kühbauer bringt Ljubicic wieder in der Abwehr: „Die Leistung stimmt mich positiv, dass wir Zweiter bleiben“, versicherte Kühbauer.

Noch positiver stimmte den gesperrten Dominik Thalhammer auf der Tribüne in Wolfsberg der zweite LASK-Sieg in der Meisterrunde. Beide gelangen gegen Wolfsberg. Er sprach von echter Freude über richtig guten Fußball. Und legte via „Sky“ noch einen nach, meinte, wer wegen der sechs sieglosen Spiele von einer Misserfolgsserie sprach, der betrachte die Dinge nur sehr oberflächlich: „Die Leistungen waren immer gut, mitunter sogar sehr gut. Nur die Resultate passten nicht!“ Jeder sieht halt das, was er sehen will.

Foto: Red Bull Salzburg.

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