Fußball

Gazprom ist da und Austria holt einen Brasilianer: Costa Ewandro

Letzten Freitag präsentierte die Austria ihren lukrativen Gazprom-Deal, drei Tage später nach dem enttäuschenden 0:1 in Wolfsberg ihren zehnten Neuen: Von Udinese kam auf Jahr leihweise der ehemalige brasilianische U 20-Teamspieler  Costa Ewandro, auf den Violett auch eine Kaufoption besitzt. Folgt noch ein elfter Einkauf? Da Tarkan Serbest wunschgemäß in die Heimat seiner Eltern wechselte, auf Leihbasis an Kasimpasa Istanbul abgegeben wurde, kündigte der technische Direktor Ralf Muhr an, den Markt  weiter zu beobachten. Aber sich positionsmäßig anders zu orientieren. Anders gesagt: Ein neuer defensiver, zentraler Mittelfeldspieler ist kein Thema.

Hat Austria die aus der Türkei kassierte Leihgebühr für Serbst für Castro Ewandro umgeleitet oder war da auch ein Zugriff auf die Millionen vom russischen Erdgasgiganten Gazprom, die offiziell nur für den Nachwuchs verwendet werden, notwendig? Auch Austria geht nicht von der Gepflogenheit ab, Neuerwerbungen übermäßig zu loben. Also war Ewandro Costa, der für Brasiliens U 20 drei Tore erzielte, wegen seiner großen Perspektiven bei mehreren europäischen Klubs begehrt, entschied sich aber für Austria, weil er unbedingt zu einem Klub wollte, der um den Titel mitspielt. Ob das schon in dieser Saison gelingen wird?

Udinese war die erste Station des in der Akademie des FC Sao Pualo ausgebildeten  Castro Ewandro (Bild oben) in Europa, im Frühjahr verliehen ihn die Italiener an Estoril Praia nach Portugal, wo er ständig spielte. Laut Muhr holte die Austria Ewandro, um die Offensive, für die Violett  stehe, zu verbessern, flexibler zu werden.  Wer in zwei Runden zwei Tore erzielt, steht nicht unbedingt für Offensive, Glaubwürdig ist die Versicherung von Ewandro, den dritten Brasilianer bei Austria, der Lucas Venuto noch aus seiner Heimat her kennt,  vom besseren Bedingungen rund um die neue Generali-Arena im Vergleich zu Udinese. Glaubwürdig ist auch die Aussage von Austrias Trainer Thomas Letsch, wonach einer, der auf mehreren Positionen einsetzbar ist, der Austria-Offensive gut tun kann.

Denn die bisherige Aufgabenverteilung im Mittelfeld ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Der Eindruck vom Startsieg gegen Wacker Innsbruck bestätigte sich auch in Wolfsberg. Zu wenig über die Flügel, zu wenig Schnelligkeit. Vielleicht sollte man auch einmal die besten Spiele von Uros Matic im Sturm Graz-Dress via DVD nochmals studieren: Alle in zentraler Rolle, keine auf der linken Seite. Das wäre ein Ansatz, damit es künftig besser klappt. Noch etwas: Der 22jährige Ewandro ist der siebente Legionär bei Violett. Da Austria trotz Gazprom nicht auf die Gelder aus dem Österreicher-Topf verzichten will, wird Letsch immer einen auf die Tribüne schicken müssen.

 

Foto: © FK Austria Wien Media.

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