Fußball

Grünes Licht von Kogler: Jetzt liegt Ball bei Bundesliga! Tests als finanzieller Kraftakt

Der erste kleine Schritt zurück zur Normalität im Fußball nach Corona ist getan: Noch bevor Mittwoch das ÖFB-Präsidium per Videokonferenz tagte und Donnerstag die Bundesligaklubs, gab Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler grünes Licht zur Rückkehr auf den grünen Rasen. Das Training in kleinen Gruppen, mit dem nötigen Abstand und ohne Zweikämpfe kann so schnell als möglich stattfinden, also eigentlich sofort. Das heißt so bald es  die Vereine organisatorisch auf die Reihe bringen. Müsste bis Montag möglich sein. Was wenig später bereits  Red Bull Salzburg und der LASK ankündigten. Auch Geisterspiele in der Bundesliga werden unter  Auflagen erlaubt sein. Damit gab Kogler den Ball eindeutig an die Bundesliga weiter.

Stephan Reiter, der Vorstand von Meister Salzburg, bezeichnete die Vorgaben als herausfordernd, aber gemeinsam lösbar. Die wichtigste Bedingung: Die Klubs müssen für die notwendigen medizinischen Tests der Spieler auf Corona selbst sorgen und auch die Kosten tragen. Von Anfang an, was bedeutet, seriöse Testreihen zu organisieren, was gar nicht so einfach sein wird, bis zum Ende, sprich der Analyse.  Zwischen 48 und 24 Stunden vor jedem Geisterspiel müssen alle, die damit in Zusammenhang kommen werden, getestet werden. Das ist die Grundvoraussetzung auch vor dem Beginn des Mannschaftstrainings, die aber keinen überraschen konnte. Ein Test kostet 100 Euro. Hochgerechet auf das gesamte Play-off wird jeder Verein für die Tests an die 30.000 Euro ausgeben müssen, die ganze Liga eine habe Million.  Wenn wirklich 200 Personen pro Geisterspiel getestet werden müssen, explodieren die Testkosten, in Höhe von einigen Millionen, werden zum finanziellen Kraftakt. An TV-Geldern von „Sky“ sollen noch 15 Millionen offen sein.

Jetzt liegt es Donnerstag an Ligavorstand Christian Ebenbauer (Bild oben), Terminpläne für die 62 Spiele im Play-off zu präsentieren, die Interessen der Klubs unter einen Hut zu bringen. Was gar nicht so einfach ist. Schon bei der Frage, wann die Geisterspiele, gibt es  verschiedene Ansichten. Viele der zwölf Klubs hatten zwei bis drei Wochen für ausreichend, Siegmund Gruber, der Präsident von Tabellenführer LASK, hingegen nicht  Weil er dann bei englischen Wochen viele Verletzungen befürchtet. Die Frage ist, wie viele englischen Runden notwendig sein werden, um die Saison bis Ende Juni zu Ende zu bringen. Man könnte sie ja auch auf den Juli ausdehnen, die Sommerpause verkürzen. Pause gab es ohnehin jetzt bereits fünf Wochen lang. Ebenbauer hofft auf Solidarität.

Die Begleitmusik zur Lockerung für den Fußball kam aus Deutschland und betraf Österreichs Bayern-Star David Alaba: Mit ihm war kurz vor Ende des Bayern-Trainings das Temperament durchgegangen. Als ihm beim Schusstraining ein Tor gelang, sprang er jubelnd auf den Rücken  von Zeugwart Sebastian Pflügler umarmt ihn. Eine Missachtung des 1,5 Meter-Abstands zu Mitmenschen, der derzeit auch im Training beachtet werden muss und daher streng verboten. „Alaba bricht Corona-Regel“ vermeldete „Bild“ in Balkenlettern. Belegt durch ein Foto, das von außerhalb des Trainingszentrums an der  Säbener Strasse geschossen wurde. Auf eine  „Bild“-Anfrage zum „Fall Alaba“ äußerte sich Bayern nicht. Also wird in Österreich die Liga möglicherweise Jubel-Richtlinien erlassen müssen. Vielleicht sogar für die Geisterspiele.

 

Foto: Servus TV/Gepa.

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