Fußball

Jetzt redet Willfurth: Was bei Rapid besser werden muss!

Seit Freitag Nachmittag ist es unter www.ultrasrapid.at nachzulesen: Die aktive grün-weiße Fanszene spricht sich für eine Unterstützung der Liste Leitbild von Martin Bruckner bei der Generalversammlung am 25. November aus. Da viele aus der aktiven Fanszene Mitglieder und daher stimmberechtigt sind,  bedeutet das Rückenwind für Bruckner, der sich am Montag Abend bei „Sky“ und „Talk und Tore“ auch einen Wettbewerb der Ideen gegen den zweiten Kandidaten Roland Schmid liefern wird. Erinnert fast etwa an die letzte Nationalratswahlen und das Duell der Spitzenkandidaten. Heißt der Nachfolger von Michael Krammer Bruckner, dann kommt einer nach 20 Jahre  nach Hütteldorf zurück: Gerald Willfurth, der zwischen 1980 und 1989204 Partien bestritt, ehe er nach Salzburg  wechselte, je viermal mit Grün-Weiß Meister und Cupsieger war, auch 1985 im 1:3 verlorenen Rotterdamer Europacupfinale gegen Everton spielte. In 30 Partien trug er Österreichs Teamdress, er weiß also, worüber er redet. Seit acht Monaten ist der seit Mittwoch 57 Jahre alte Willfurth, der bei Legendenspielen mitunter dabei ist (Bild oben), im Gespräch mit Bruckner, künftig für die sportliche Kompetenz im Präsidium zuständig zu sein: „Ich war in den letzten Jahre einige Male im Rapid-Legendenklub, hab dort verschiedenes offen angesprochen und kritisiert, was mir an Krammers Präsidentschaft nicht gefiel und bin offenbar dadurch aufgefallen.“

Von 2005 bis 2008 hatte Willfurth selbst gemerkt, wie schwer es ist, einen Klub zu führen. Das war damals der SC Wr.Neustadt, den er an Frank Stronach übergab. Im Sommer hätte er nach Wr.Neustadts Fall in die Regionalliga Ost  dort wieder einsteigen sollen, aber da war schon Rapid im Hinterkopf. In Theresienfeld betreibt er die Firma Stick&Fashion, die Textilien verkauft. Aber trotzdem bleibt Zeit genug, sich mit Rapid zu beschäftigen: „Das ist meine fußballerische Heimat, eine Herzensangelegenheit. Für mich war immer klar, dass dieser Job ehrenamtlich sein muss.“ Und so hat er sich schon seine Gedanken gemacht. Sich mit Jürgen Werner, mit dem er früher für Österreich gespielt hatte, getroffen, um über mehrere Stunden von ihm zu hören, wie er es geschafft hat, den LASK auf Erfolgskurs zu bringen: „Da gehören wie auch  bei Wolfsberg eigene Ideen dazu. Der Klub muss den Kurs vorgeben, den der Trainer übernehmen muss. Ansonst kann er den Job nicht bekommen.“ Der Rapid-Kurs soll das formulierte Leitbild sein.

Willfurth war im Frühjahr bereits in die Entscheidung für Zoran Barisic als Sport-Geschäftsführer involviert: „Nach dem Hearing vor dem Präsidium, bei dem ich  zuhörte, traf ich mich mit ihm nochmals, sprach drei Stunden lang unter vier Augen von Fußballer zu Fußballer. Danach wusste ich, dass er die richtige Wahl ist, weil er klare Vorstellungen hat, die ich unterschreiben kann. Auch was die Förderung von Eigenbauspielern betrifft.“ Aber Willfurth gibt sich keinen Illusionen hin, was die nähere Zukunft betrifft: „Der LASK hatte es insofern leichter, weil da weniger Druck vorhanden ist, weil dort im Umfeld nicht so viele glauben, zu gewissen Dingen ihre Meinung kundtun zu müssen.“ Sein Ex-Klub in Salzburg, der zu seiner Zeit noch Austria Salzburg hieß, stellt auch für ihn eine eigene Welt war: „Die können für den Kauf von Talenten so viel Geld ausgeben, wie wir derzeit nicht einmal für fertige Spieler zur Verfügung haben. Das ist die Realität.“

Auch er sieht im Nachwuchs die einzige Chance für Grün-Weiß, sah sich die zweite Mannschaft an,  erkannte er einige Talente: „Es wäre gut, wenn sie in die zweite Liga aufsteigen. Generell gehört einfach mehr Mut her, ihnen etwas zuzutrauen. Im Ausland spielen oft 16 jährige, bei uns sagt man zu oft, dass dies nicht geht. Ich weiß nicht warum.“ Mit Barisic, Didi Kühbauer als Trainer und Steffen Hofmann als Talentemanager sieht er Rapid am richtigen Weg. Das Scouting gehöre  weiter verbessert und ausgebaut: „Da sind in den letzten Jahren zu viele Pannen und Fehleinkäufe passiert. Da braucht man zwei, drei Transferzeiten, um das wieder auszubessern.“ Die im letzten August war die erste.

Foto: Facebook.

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