Fußball

Mit 36 kostete Ronaldo Manchester United um sechs Millionen mehr als mit 18

Selbst der Schlager zwischen dem FC Liverpool und Chelsea am Samstag Abend an der Anfield Road, das Duell der deutschen Trainerstars Jürgen Klopp und Thomas Tuchel, das 1:1 endete, verkam in den englischen Medien mehr oder weniger zur Nebensache. Seit Freitag Abend gibt es nur ein Thema: Die Rückkehr von Cristiano Ronaldo zu Manchester United nach zwölf Jahren. Der Tag, auf den die United-Fans gewartet haben, wie der „Telegraph“ am Samstag schrieb, der aber die goldenen United-Zeiten mit dem jüngeren CR 7 nicht zurückbringen wird. Da gab es von 2007 bis 2009 drei Meistertitel in Serie und den Triumph in der Champions League. Beim ersten Meistertitel spielte Ronaldo mit seinem neuen Trainer, mit dem Norweger Ole Gunnar Solskjaer, zusammen. Der sich für Ronaldos Rückkehr nach Old Trafford sehr eingesetzt hatte, sie bejubelte. Der zweite Mega-Transfer im August nach dem  des ablösefreien Lionel Messi von Barcelona zu Paris St. Germain ist perfekt. Steht der dritte bevor? Laut Frankreichs Sportbibel „L´Equipe“ hat Paris St.Germain das Angebot von Real Madrid für Kylian Mbappe angenommen. 180 Millionen Euro Ablöse soll der Klub von David Alaba zahlen. Der Wahnsinn kennt keine Grenzen.

Nicht normal, dass Manchester United für den 36 jährigen Ronaldo um sechs Millionen mehr Euro Ablöse zahlte als 2003 für den 18 jährigen. Damals bekam Sporting Lissabon 19 Millionen, für den Glamourboy Ronaldo, jetzt Juventus 25 Millionen für den König Ronaldo. Der mit insgesamt 32 Titeln, die er mit seinen vier Klubs gewann, vier Kindern und Lebenspartnerin Georgina zurückkehrt. Manchester United verkaufte Ronaldo 2009 um 94 Millionen an Real Madrid, Juventus legte 2018 sogar 117 auf den Tisch, um ihn zu bekommen. Damit stehen unter Ronaldos Karriere insgesamt 255 Millionen Transfererlöse. Bevor Manchester United Ronaldos Comeback via Twitter (Bild oben) offiziell machte, behaupteten italienische und englische Medien, der Portugiese würde zu Uniteds Erzrivalen, Meister Manchester City, der Samstag Arsenal mit 5:0 deklassierte, wechseln. Ronaldo mit Pep Guardiola als Trainer das hätte nicht gepasst. Daher blieb den United-Fans diese Schmach erspart.

Ronaldos Vertrag bei Juventus wäre noch bis 2022 gelaufen, bei Manchester United läuft er bis 2023. Mit einem Wochengehalt von 550.000 Euro. Ergibt einen Jahresverdienst von 26,4 Millionen, fünf weniger als bei Juventus.  Donnerstag informierte Ronaldo Trainer Massimiliano Allegri von seinem Wunsch, Turin zu verlassen. Bei United trifft der Portugiese auf zwei gute Bekannte: Mit Landsmann Bruno Fernandes spielt er im Nationalteam, den neuen Innenverteidiger Raphael Varane kennt er aus gemeinsamen Zeiten bei Real Madrid.  Titelanwärter  war Manchester United auch ohne Ronaldo. Macht der fünfmalige Weltfußballer des Jahres die Mannschaft von Solskjaer zum Titelfavoriten? Da gibt´s Zweifel. Vorerst beschäftigen andere Fragen: Welche Rückennummer wird Ronaldo auswählen? Seine Nummer sieben gehört Edson Cavani. Die 17, die er zu Beginn seiner United-Zeit hatte, trägt der Brasilianer Fred. Also darf noch etwas gerätselt werden. Das erste Match nach dem Ronaldo-Kauf bestreitet Manchester United Sonntag in Birmingham gegen Wolverhampton, den neuen Klub eines Ex-Salzburgers. Der Südkoreaner Hee Chan Hwang wechselt auf Leihbasis von RB Leipzig in die Premier League. Bei Wolverhampton zieht hinter den Kulissen Ronaldos mächtiger Manager Jorge Mendes die Fäden.

Ein verhinderter Mega-Transfer in der Premier League war der von Harry Kane. Englands Toptorjäger und Teamkapitän blieb bei Tottenham, Manchester City kam trotz eines Angebots von 180 Millionen an die „Spurs“ nicht zum Zug. Sonntag stürmt Kane im Tottenham-Stadion gegen Watford. Daher könnte es für Teamtormann Daniel Bachmann viel Arbeit geben, bevor er Montag nach Wien zur WM-Qualifikation mit Österreich fliegt. Ralph Hasenhüttl schaffte mit dem FC Southampton in Newcastle durch einen von Kapitän James Ward-Prowse in letzter Minute verwandelten Elfmeter ein 2:2. Das zweite Unentschieden in drei Runden, ein Sieg fehlt noch.

Foto: Manchester United.

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