Fußball

Prölls Tipp an Kraetschmer: „Antworten finden, die man bisher nicht geben musste!“

Was machen die Vereine während der zweiwöchigen Länderspielpause? Vizemeister LASK prolongierte die Vertragsverlängerungen mit Stammspielern, band den 27jährigen steirischen Mittelfeldspieler Reinhold Ranftl für weitere vier Jahre bis 2023. Sturm Graz positionierte sich als Strahlkraft der steirischen Wirtschaft. Durch eine Wertschöpfungsstudie in Zusammenarbeit mit der steirischen Wirtschaftskammer. Demnach fährt der durchschnittliche Sturm-Fan rund 50 Kilometer zum Heimspiel, gibt 30 Euro für Speisen und Getränke aus, 16 Euro für Merchandising-Artikel. In der Spielzeit 2017/18 kam Sturm auf eine Bruttowertschöpfung von 30,1 Millionen Euro, zahlt 13,5 an Steuern und Abgaben, sicherte 325 Arbeitsplätze, die eine Lohnsumme von 12,5 Millionen. ausmachen.  Der Hintergrund der Sturm-Wirtschaftsoffensive: Präsident Christian Jauk sorgte für einige Diskussionen, weil Sturm von der Stadt die Merkur-Arena für 20 Jahre pachten will, um mit dem Stadion ähnliche Verdienstmöglichkeiten wie die Wiener Klubs zu haben. Dann müsste allerdings für den mittlerweile wieder in die zweite Liga aufgestiegenen Stadtrivalen GAK ein neues Stadion erreichtet werden. Das sorgte in Graz für heftige Aufregung.

Die Austria machte klar Tisch mit einer Fangruppe (Flagrantia), der sich letzten Sonntag beim 1:0 gegen Sturm Graz auf Transparenten im Ton vergriffen hatte. Dies wird in Violett anders gelöst als bei Grün-Weiß: Akkreditierung entzogen, finanzielle Zuwendungen aus dem Fanbudget gestrichen, Anzeige erstattet. Bei der krisengeschüttelten Austria soll aber in Tagen wie diesen  noch einiges passieren. Das definierte der ehemalige Vizekanzler Josef Pröll als Vizepräsident und Aufsichtsratsmitglied für die AG bereits letzten Sonntag in einer „Sky“-Einspielung: Man müsse abklären, wer, was, wie, wo und noch beitragen kann und will, um den Weg aus der steinigen und tiefen Krise zu gehen. Sportvorstand Peter Stöger werde die Struktur im Kader überdenken und bei der nächsten Gelegenheit korrigieren. Das kann aber erst in der Winterübertrittszeit passieren. Die zurecht angespannte Stimmung bei den Fans müsse man zulassen, es sei auch wichtig, dass sich im VIP-Sektor über die Entwicklung Unruhe herrsche. Die Talfahrt an einzelnen Personen festzumachen, wäre ein kapitaler Fehler, den man auch zu oft in der Politik und Wirtschaft begehe. Die finanzielle Situation, die er nicht als extrem gefährlich einschätzt, zu meistern, wäre eine Herausforderung an alle, die man mit richtigen Entscheidungen meistern könne.

Man müsste in absehbarer Zeit vielleicht  neue Schwerpunkte festlegen, die da heißt: Sparen in Infrastruktur und Back Office, mehr Geld in den Kader. Das sei eine Variante, die in den Gremien diskutiert werden müsste. Es liege in der Verantwortung von allen, die Fehler, die passiert sind, anzusprechen und Lösungen zu finden. Prölls Tipp, der offenbar AG-Vorstand Markus Kraetschmer gilt: „Gute Manager zeigen sich, in dem sie trotz Kritik unbeirrt weiter arbeiten, in der Krise Antworten finden, die sie bisher nicht geben mussten.“  Eine Antwort könnt ja das Festhalten an Christian Ilzer ein. Für das sorgte allerdings Sportvorstand Stöger.

Foto: © Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles / Mike Ranz.

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