Fußball

Rapid kam zu spät: Grozurek bis 2021 bei Sturm Graz!

Rapid scheint gute Beziehungen zum Senat zwei der Bundesliga zu haben: Immer, wenn sich dort abzeichnet, dass ein Spieler aus welchen Gründen auch immer aus dem Vertrag rauskommt, spricht sich dies rasch bis nach Hütteldorf herum. Das läuft seit Jahren so, passierte auch letzte Woche bei Lukas Grozurek so. Als die Schlichtung zwischen Grozurek und Admira gescheitert war, sich abzeichnete, dass die von der Admira gezogene Option ein Fall für das Arbeitsgericht werden und dort die Südstädter auf Grund eines Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Fall Karim Onisiwo vor zwei Jahren keine guten Karten haben, trat Rapid plötzlich auf den Plan. Meldete sich Sportchef Fredy Bickel in der Südstadt, konnte sich die Rückkehr des 26jährigen Offensivspielers zu Grün-Weiß nach drei Jahren vorstellen. Worauf Admiras Manager Amir Shapourdazeh davon Günter Kreissl, den Sportdirektor des deklarierten Grozurek-Interessten Sturm Graz in Kenntnis setzte. Sicher verbunden mit der Hoffnung, dass Sturm das bereits auf den Tisch liegende Angebot für Grozurek erhöhen wird. So rücken in der Transferzeit sonstige Nebendarsteller plötzlich in Hauptrollen.

Aber Admira und Rapid machten die Rechnung ohne Wirt. Sprich Kreissl, der sich wie immer juristisch von Wolfgang Rebernig beraten ließ und wieder gut damit fuhr. Grozurek konnte sich nämlich nicht „bewegen“, hatte sich bereits bis zum Ende des Verfahrens an den Vizemeister gebunden, hätte bei keinem anderen Klub unterschreiben können. Bei der Admira setzte sich inzwischen auch dank Präsident Philip Thonhauser und Geschäftsführer Thomas Drabek die Ansicht durch, besser das Sturm-Angebot anzunehmen als am Ende nach einem Verfahren vor dem Arbeitsgericht mit leeren Händen dazustehen. Also war Montag knapp nach 13 Uhr alles geregelt: Grozurek übersiedelt zu Sturm, unterschreibt dort einen Dreijahresvertrag. Die Ablöse?Nicht einmal die Hälfte des siebenstelligen Betrags, den Sturm vom deutschen Zweitligisten Ingolstadt für Thorsten Röcher kassierte. Admira macht das, was sich zuletzt bewährte und durchaus sympathisch ist: Talente aus der Akademie in die Kampfmannschaft holen. Geschehen mit Marco Hausjell, der beim Bundesligadebüt gegen Rapid ein Tor erzielt hatte, und Dominik Puster.

Sonstige Transferaktivitäten im Schatten der Weltmeisterschaft passierten in Wolfsberg: Heimkehrer Michael Liendl empfahl den 28jährige deutschen Defensivspieler Lukas Schmitz, den er von Fortuna Düsseldorf kannte. Der Linksfuss kostete keine  Ablöse, bekam beim deutschen Aufsteiger keinen neuen Vertrag mehr. Für Schalke und Werder Bremen bestritt er zusammen 123 Spiele in der Bundesliga. Der dritte Neue im Lavanttal: Holland-Heimkehrer Marcel Ritzmaier. Austria wollte ihn zwar nicht, sein Berater Thomas Böhm brachte den 25jährigen steirischen Mittelfeldspieler aber in Wolfsberg unter, wo er bereits im Nachwuchs tätig war. In acht Jahren Holland gelang Ritzmaier nicht der erhoffte Durchbruch. PSV Eindhoven verlieh ihn bald an andere Klubs. Die meisten Partien absolvierte Ritzmaier in der zweiten Mannschaft des  Meisters, insgesamt 64. In der Kampfmannschaft kam er nur auf 27 Einsätze. Die weitere Bilanz in der Eredivisie: 33 Partien bei Cambur Leeuwarden, 30 bei Go Ahead Deventer, 23 bei NEC Nijmegen. Nicht gerade die Welt. Bei Wolfsberg unterschrieb er vorerst für eine Saison.

Mit einer Überraschung wartete der LASK auf: Er ließ´seinen Kapitän und Keeper Pavao Pervan in die deutsche Bundesliga zu Wolfsburg ziehen, wo er die Nummer hinter dem Belgier Koen Casteels sein wird.  LASK-Mastermind  Jürgen Werner hat seit vielen Jahren sehr gute Kontakte zu Jörg Schmadtke, Wolfsburgs neuem Sportvorstand mit Vergangenheit beim 1.FC Köln und Hannover 96. Der hatte schon bei diesen Klubs  mit Kevin Wimmer und Emanuel Pogatetz „Werner-Spieler“ verpflichtet. Der LASK versucht es ohne Pavao vorerst mit dessen Ersatz Alex Schlager, Keeper von Österreichs U21, und dem zurückgekehrten Filip Dmitrovic. Als Leihspieler bei Altach und  St. Pölten war der Sohn des ehemaligen GAK-Legionärs nicht gerade auffällig.

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