Fußball

Rapid mit Krankls Sponsor im Angriffsmodus

Sponsorzuwachs präsentierte Rapids Wirtschafts-Geschäftsführer Christoph Peschek  vor dem Auftakt zur Meistergruppe: Mit Zgonc kam ein Teampartner dazu, mit dem Mobilfunkunternehmen Spusu sogar ein Premiumpartner, der bis 2025 an Bord bleibt. Spusu engagierte sich bisher in der Sportszene bei der Handball-Liga, im Eishockey bei den Vienna Capitals, im Fußball bei VSE St. Pölten. Rapid bedeutet als populärster österreichischer Klub sozusagen die vorläufige Krönung. Dazu passt besonders, dass die populärste Spusu-Stimme, die seit einiger Zeit in der Werbung eingesetzt wird, mit Grün-Weiß identifiziert wird: Der legendäre Hans Krankl. Firmenbesitzer Franz Pichler versicherte, Krankl habe nichts von den Verhandlungen und dem Vertragsabschluss gewusst. Pichler hat Interesse daran, dass mehr als zuletzt in Zusammenhang von Krankl mit Rapid passiert. Rapid-Spiele besuchte Krankl zuletzt nur, wenn es sein Job bei Sky Austria erforderte.

Spusu wird künftig auf den Dressen der Rapid-Spieler oberhalb der Rückennummer zu lesen sein. Der erste, der dies präsentierte, war Freitag der 20 jährige Martin Moormann. Zum Zeichen der Vertragsverlängerung bis 2025. Damit band Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic den dritten Youngster nach Moritz Oswald und Bernhard Zimmermann langfristig. Moormann musste nicht lange überlegen, Rapids Angebot anzunehmen. Auch weil er das Vertrauen spürte, als er 2020 und 2021 praktisch eineinhalb Jahre im Zuge einer Schambeinentzündung ausfiel. Dass Defensivspieler Moormann Sonntag in Klagenfurt im ersten Spiel nach der Vertragsverlängerung zwei Tore erzielen wird, so wie Stürmer Zimmermann drei Tage nach seiner Unterschrift letzten Sonntag  beim 3:0-Heimsieg gegen den Aufsteiger, entspricht nicht den realistischen Erwartungen. Trainer Ferdinand Feldhofer, bei dem Moormann mit einer Ausnahme immer spielte, will im Wörthersee-Stadion nicht nur von Moormann ein Signal sehen: „Jetzt schalten wir in den Angriffsmodus!“ Richtung Platz zwei hinter Red Bull Salzburg.

Weil die Mannschaft zuletzt dem extremen Druck standhielt, das Ziel Meistergruppe schaffte, erwartet Barisic, dass sie daraus neue Kraft und Energie schöpfte. Nichts Neues gibt es über Taxiarchis Fountas. Er trainiert voll mit, dürfte Sonntag wieder auf der Bank beginnen. Die Fragen, ob es Sinn mache, den Griechen nicht freizugeben, obwohl er vorzeitig in die Major Soccer League zu DC United nach Washington wechseln will, nerven Barisic zusehend. Sie haben zwar ihre Berechtigung. Aber genauso wäre es ein fatales Zeichen, wenn sich Rapid von einem Spieler samt Berater erpressen lässt, ihn zu seinen Bedingungen vorzeitig ziehen zu lassen. Es könnte ja so sein, dass die Ablöse, die DC United Rapid zahlen müsste, um Fountas vor Juni zu bekommen, vom Salär des Stürmers abgezogen wird. Das wäre in der Branche nichts Neues.

Foto: SK Rapid/Red Ring Shots.

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