Fußball

Rapid muss weiter zittern: Anorthosis Famagusta wartet mit dem Trainer von 2008!

Die erste Chance, sich für die Gruppenphase eines Europacupbewerbs, konnte Rapid nicht nützen. Das 0:2 (0:1) gegen Sparta Prag  bedeutete nach dem 2:1 vom ersten Spiel den Abschied aus der Qualifikation für die Königsklasse. Jetzt geht es für Grün-Weiß im Kampf um die Europa League gegen den Vierten von Zypern, Anorthosis Famagusta, weiter. Jene Mannschaft, gegen die Rapid nach dem letzten Meistertitel vor 13 Jahren in der Qualifikation für die Königsklasse völlig unerwartet gescheitert war (0:3 auf Zypern, nur 3:1 im Hanappi-Stadion). Wenn Famagusta nächsten Donnerstag in Hütteldorf gastiert, dann ist ausgerechnet wieder der Trainer von damals dabei. Der gebürtige Georgier Temur Ketsbaia, inzwischen 54 Jahre alt, ist seit zwei Jahen wieder bei Anorthosis im Amt. Und kommt mit einer Legionärstruppe. 13 stehen im Kader. Darunter der 31 jährige tschechische Mittelfeldspieler Josef Husbauer. In früheren Jahren eine Stütze bei Sparta Prag.

Wenn man ehrlich ist, muss man eingestehen, dass Sparta Prag über zwei Spiele die bessere Mannschaft war. Daher  verdient weiter kam, auf AS Monaco trifft. Aber zuviel lief rund um das zweite Duell im Letna-Stadion schief. Kapitän Max Hofmann verletzte sich im Abschlusstraining, blieb daher draussen. Ihn ersetzte im Abwehrzentrum Leo Greiml, der sich nichts zu Schulden kommen ließ, aber nach 60 Minuten angeschlagen raus musste. Dazu litt Christoph Knasmüllner, der zweifache Torschütze vom 2:1, unter den Nachwirkungen eines Magen-Darm-Virus, kam erst in der  78. Minute. Robert Ljubicic, in Wien ein Aktivposten, fiel mit einer Sommergrippe überhaupt aus. Überdies leitete ein Patzer von Keeper Richard Strebinger (Bild oben), der doch einen Anteil daran hatte, dass Rapid mit einem Vorsprung nach Prag kam, die Niederlage ein. Er traf, beim Versuch eine Flanke wegzufausten, nicht den Ball, aber den Kof vpn Jakub Pesek, der letzte Woche nur 23 Minuten im Einsatz war.  Das gab dem schottischen Referee Bobby Madden die Möglichkeit, einen harten, umstrittenen Elfmeter zu geben. Den der Schwede David Moberg-Karlsson nach 15 Minuten sicher verwandelte Rapid blieb bis zur Pause harmlos, kam zu keiner Torchance, fand wie eine Woche zuvor in der zweiten Hälfte besser ins Spiel.

Aber es gab nur zwei Möglichkeiten, ein Tor zu erzielen. Beide nach einem Lattenschuss von Spartas Jungstar Adam Hlozek. Bei der ersten brachte Taxiarchis Fountas den Ball nicht zum freistehenden Knasmüllner. Das hätte der Ausgleich sein können. Zwei Minuten später fiel aus einem Konter das 2:0 durch Pesek. Danach kam Dejan Petrovic nach Pass von Fountas zur besten Chance schoss aber zu zentral, so dass der rumänische Sparta-Tormann Florin Nita halten konnte. Beim letzten Eckball in der fünfminütigen Nachspielzeit kam sogar Strebinger in Spartas Strafraum, wäre beinahe zum Kopfball gekommen. Trainer Didi Kühbauer stand kopfschüttelnd in seiner Coaching Zone.

Es war überhaupt kein  Abend für Grün-Weiß. Nicht nur Rapid flog raus, sondern auch die Grün-Weißen aus Schottland. Celtic Glasgow verlor beim FC Midtjylland in Dänemark nach 1:0-Führung in der Verlängerung 1:2. Souverän kam hingegen Alesandar Dragovic mit Roter Stern Belgrad durch ein 5:0 (3:0) gegen Kairat aus Kasachstan weiter, trifft jetzt auf Sheriff Tiraspol auf Moldau. Das bedeutet den Aufstieg ins Play-off. Damit spielt Dragovic mit Roter Stern auf jeden Fall in der Gruppenphase der Europa League. Rapid wäre froh darüber.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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