Fußball

Rose hat sicher eine neue Idee, aber Kühbauer glaubt an Rapids Chance

28 Punkte liegen zwischen Tabellenführer Red Bull Salzburg und Rapid. Die letzten zwölf Duelle hat Grün-Weiß nicht gewonnen, die letzten drei Heimspiele gegen den Meister verloren. Der letzte Rapid-Sieg gegen die Nummer eins von Österreich liegt schon dreieinhalb Jahre zurück, gelang am 1.August 2015 unter Zoran Barisic mit dem 2:1 in Salzburg. Also zwei Jahre vor Beginn der Trainerärara von Marco Rose. Aktuell haben die zwei besten Salzburger Torschützen, Munas Dabbur und Smail Prevljak in den bisherigen 18 Runden mit 18 Treffern einen mehr erzielt als Rapid. Das spricht alles dafür, dass Salzburg Sonntag im Hütteldorfer Allianz-Stadion der 1000. Punkt seit dem Einstieg von Red Bull gelingt. Derzeit sind es 998.

Auch die völlig unterschiedlichen Auftritt im Sechzehntelfinale der Europa League sind ein klares Argument dafür. Salzburg lieferte im entscheidenden Moment  eine bemerkenswerte Gala gegen den FC Brügge ab, Rapid wirkte zweimal gegen Inter Mailand heillos überfordert. Da darf man sich über die tipp 3-Quoten zum Hütteldorfer Schlager nicht wundern: Nur 1,55 auf den Auswärtssieg des Favoriten, 4,50 hingegen auf die grün-weiße Überraschung, die Salzburgs erste Niederlage in dieser Bundesliga bedeuten würde. Die tipp 3-Quote, wonach Salzburg den Grunddurchgang ohne Niederlage beendet, ungeschlagen in die Meisterrunde geht, steht nur auf 1,30. Die Chancen, dass nach Rapid Wolfsberg (Quote 12,00) Sturm Graz (Quote 8,00) und Wacker Innsbruck (Quote 9,00) die Erfolgstruppe biegen, werden noch geringer als die des Rekordmeisters eingeschätzt.

Marco Rose weiß, dass Rapids letzte Chance auf einen Platz unter den ersten sechs in dem unerwarteten Außenseiter-Sieg gegen seine Mannschaft liegt, erwartet daher einen Gegner, der noch topmotivierter sein wird als sonst.  Er will Salzburg ebenso intensiv wie Donnerstag gegen Brügge spielen lassen. Wenn´s gelingt, wird Rapid nicht damit zurecht kommen: „Aber wir müssen eine Idee entwickeln, dass wir die Kraft haben, drei Tage später nochmals so aufzutreten.! Bisher hatte Rose fast immer die richtigen Ideen. Etwa mit Patson Daka (Bild oben), der „Entdeckung“ beim 4:0 gegen Brügge mit zwei Toren. Abwarten, ob es  zum ersten Auftreten der schnellen Sambia-Perle in Hütteldorf kommt. Sicher nicht dabei sind Marin Pongracic, Zlatko Junuzovic und Fredrik Gulbrandsen. Aber Rose hat noch einige im Talon. Etwa den 18jährigen Norweger Erling Haaland, dessen Vater auf der Tribüne sitzen wird. Gemeinsam mit einem Ex-Rapidler, mit dem er in den Neunzigerjahren bei Leeds gespielt hatte, mit Martin Hiden.

18.000 Karten waren Samstag für das Match der letzten grün-weißen Chance, bei dem „Sky“ mit dem Einsatz einer speziellen Kran-Kamera hinter dem Tor, genannt Razor.jib. für eine Europa-Premiere sorgt,  weg. Das könnte die letzte Kulisse in dieser Größenordnung sein, wenn Rapid wie befürchtet nur in der Qualifikationsrunde spielt. Trainer Didi Kühbauer glaubt an die Siegeschance, „wenn bei uns alle einen guten Tag haben.“ War in seiner Ära eigentlich bisher selten der Fall. Ob der in Mailand lädierte Knöchel von Thomas Murg einen Einsatz zulässt, bleibt fraglich. Der Last Minute-Kauf Aliou Badji bekam zwar die Rot-Weiß-Rot-Card und damit die Spielberechtigung, aber ist, wenn überhaupt, nur als Joker ein Thema. Alles andere wäre nicht seriös, nur Aktionismus. Kühbauer trifft erstmals mit Rapid auf Salzburg, mit St.Pölten hatte er im September nach 1:0-Führung bis zur 45.Minute 1:3 (1:1) verloren. „Ich glaube nicht, dass dies passiert wäre, wenn wir das 1:0 in die Pause bringen“, erinnert er sich zurück. Xaver Schlager verhinderte das. Von der Manaschaft, die letztmals gegen Rapid verlor, hat Salzburg Sonntag nur Kapitän Andreas Ulmer und Takumi Minamino dabei. Von den Hütteldorfer Siegern gehören noch Stephan Auer, Mario Sonnleitner, Kapitän Stefan Schwab, Philipp Schobesberger und Srdjan Grahovac zum Kader. Schwab sorgte damals mit einem Distanzknaller für die 2:0-Führung: „Wir werden viel laufen, kämpfen und lästig sein“ versprach  Schwab für Sonntag. Abwarten, ob das reichen wird.

 

Foto: © FC RB Salzburg Media (GEPA).

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