Fußball

Schlechter Stil um Stangl: Ein Fall für die Spielergewerkschaft?

Schlusslicht St.Pölten sorgt für den ersten Streifall um Spielerverträge, die wegen der Corona-Pause auslaufen, während die Bundesliga noch im Gange mit. St. Pölten hat elf Spieler, den Verträge am 30. Juni, also vor der letzten Play-off-Runde enden. Und einen, bei dem dies bereits zwei Wochen zuvor, am 15. Juni der Fall ist. Nach vier Spielen, sprich sechs vor Schluss. Und das nützt St. Pölten, um sich von dem erst im Oktober verpflichteten 29 jährigen Stefan Stangl zu trennen.  Damit etwas Geld zu sparen. Wenn sich der Steirer und seine Berater (More than Sports von Frank Schreier) weigerten, bis zum Saisonende weiter zu spielen, dann hätte sich der  Fall erledigt.

Dann wäre es einer der Fehler von Stangl, die seiner Karriere stoppten. Der schwerste war es, 2016 nach zwei starken Saisonen als Linksverteidiger in der  Trainerära von Zoran Barisic das finanziell weit bessere Angebot von Red Bull Salzburg anzunehmen. Dort war er möglicherweise als Alternative oder Nachfolger von Andreas Ulmer  eingeplant, kam aber nie an dem Langzeitkapitän vorbei. Im Winter 2018 wurde er an die Wiener Austria verliehen, im Sommer war Stangl vereinslos. Ein halbes Jahr später heuerte er beim slowakischen Meister Slovan Bratislava an, kam aber bis Sommer 2019 zu keinem Einsatz. Daher Trennung. Im Oktober verpflichtete ihn St. Pölten bereits für die Zeit nach der Transfersperre ab Jänner dieses Jahres. Stangl kam aber nur zu zwei Einsätzen. Beim 0:4 gegen Wolfsberg in den letzten 23 Minuten, beim 0:0 gegen Austra über die volle Distanz im Abwehrzentrum. Da rettete er mit einer akrobatischen Abwehr (Bild oben) einen Punkt. Das war eien der vier Partien in 22 Runden, in denen St.Pölten kein Tor kassierte.

Montag bestätigte St. Pölten die Trennung von Stangl mit 15. Juni. Wenn die Initiative vom Klub ausgeht, weil der neue Trainer Robert Ibertsberger auf den Abwehrspieler keinen Wert liegt, dann wäre dies schlechter Stil und sicher ein Fall für die Spielergewerkschaft. Dann müsste ihr Vorsitzender Gernot Zirngast aktiv werden. Denn es kann nicht sein, dass einerseits der Klub davon profitiert, wenn Spieler über das Vertragsende hinaus weiter bis zur letzten Runde spielen, anderseits aber von der Möglichkeit Gebrauch macht, sich vorzeitig von einem Spieler zu trennen, um einige Kosten zu sparen.

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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