Fußball

Schweitzer statt Baumgartner: Trainerwechsel für ein Spiel! Wer kommt dann?

Jetzt gab es ihn doch noch, den nächsten Trainerwechsel vor Weihnachten. Und in der Bundesliga. Rieds 1:4-Heimpleite gegen Altach nach numerischer Unterlegenheit über 80 Minuten bedeutete beim Aufsteiger den Abpfiff für Gerald Baumgartner (Bild oben), der nicht nur Trainer, sondern auch Sportchef war. Baumgartner hatte Ried zurück in die Bundesliga geführt. Offenbar war die Chefetage um Geschäftsführer Rainer Wöllinger und Finanzvorstand Roland Daxl überzeugt, dass der Kader mehr hergibt als Platz zehn, nur drei Punkte vom Schlusslicht Admira entfernt. Bevor Wöllinger Baumgartner die Beurlaubung mitteilte, hatte er bereits bei dessen Assistenten Gerhard Schweitzer vorgefühlt, ob er für das letzte Spiel des Jahres in Innsbruck bei WSG Swarovski Tirol Chef sein könnte. Für ein Spiel konnte sich das Rieder Urgestein diese Lösung vorstellen. Wie schon am 22. November beim überraschenden 4:3 gegen Rapid, als er den erkranken Baumgartner vertrat.  Das war einer von bisher drei Rieder Siegen.

Schweitzer war in bisher 293 Spielen Assistent des jeweiligen Ried-Trainers. Am längsten bei Paul Gludovatz (167 Spiele), dem er auch bei Österreichs sensationellen Semifinaleinzug bei der U 20-WM 007 in Kanada zur Seite gestanden war, ansonst bei Alfred Tatar, Michael Angerschmid, Heinz Fuchsbichler und zuletzt 13 Spiele auch bei Baumgartner. Aber Schweitzer stellte Dienstag dezidiert fest, dass er bis zum Ende der Saison nicht als Chef zur Verfügung stehen wird. Der Grund ist sein leitender Job in der Privatwirtschaft, den er knapp vor der Pension nicht aufgeben will und wird. Also muss Ried rasch einen neuen Trainer finden. Rasch deshalb, weil es 2021 schon am 23. Jänner mit dem Heimspiel gegen die Wiener Austria weiter geht. Also muss der Baumgartner-Nachfogler spätestens Anfang Jänner fixiert sein. Wer kann das sein?

Verfügbar am Trainermarkt wären Rapids letzter Meistertrainer Peter Pacult, der auch bei Austria Klagenfurt ein Thema ist, Klaus Schmidt, der bis Saisonende noch bei Admira auf der Gehaltsliste steht, Ernst Baumeister oder sogar Andi Herzog. Herzog nach Ried, bedeutet das eine Utopie? Fakt ist, dass Herzog und Schweitzer sich seit langem gut kennen. Schweitzer und Heinz Hochhauser beobachteten für Herzog, als der noch Israels Teamchef  war, die Gegner in der EM-Qualifikation und Nations League. Nach Rieds Sieg gegen Rapid  meldete sich Herzog bei Schweitzer, um ihm zu gratulieren. Herzog mit Schweitzer als Co-Trainer, der das nötige Insiderwissen über Ried und die Struktur verfügt, das könnte Sinn ergeben. Mit Ried den Klassenerhalt zu schaffen, würde Herzogs Trainerimage nicht schaden. Ganz im Gegenteil.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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