Fußball

Tattoo-König Trimmel schon 17 Spiele unbesiegt

Ein Ex-Rapidler sitzt dem anderen im Nacken. Die Rede ist von Christopher Trimmel und Louis Schaub. Der Kapitän von Union Berlin setzt den Kölner Publikumsliebing in der zweiten deutschen Liga unter Druck. Mit einer Superserie: Seit April sind die „Eisernen“ in der Liga unbesiegt, blieben 17 Spiele ungeschlagen. Eine irre Bilanz. Letzten Samstag hörte Trimmel in der Alten Försterei bereits die Aufstiegsgesänge der Fans: „Die erste Liga ist zum Greifen nah“, hieß der Refrain. Drei Punkte beträgt der Rückstand der Berliner aus dem Stadtteil Köpnick auf Köln, vier auf den Tabellenführer Hamburger SV. So optimistisch sieht der rechte Verteidiger die Lage nicht: „Man kann nicht sagen, dass wir von den Möglichkeiten her mit Hamburg und Köln auf Augenhöhe sind“, weiß der immer verlässliche“Trimbo“. Um Dritter zu bleiben, den Relegationsplatz zu halten, dürfe man nicht locker lassen.

Der Schweizer Urs Fischer, seit Juli Trainer der Berliner, legt vor allem auf die stabile Defensive wert. Daher kassierte Union in 15 Runden erst elf Tore. Auf Trimmel kann sich Fischer immer verlassen: Sicherer Wert in der Abwehr, Laufmaschine, Assists zu Toren. Deshalb schätzen ihn auch die Fans so, deshalb wird der 31jährige, dessen Vertrag nach der Saison ausläuft,  auch ein neues Angebot zur Verlängerung bekommen. Trimmel macht aber auch mit seinem Hobby auf sich aufmerksam. Er gilt als der Tattoo-König. Nicht nur der zweiten Liga, sondern eigentlich der deutschen Fußballszene. Beide Arme sind fast komplett tätowiert, genau wie der Rücken und die Brust. Nur am Bauch ist noch etwas Platz. An der Rippen tat es am meisten weh. Aber der Burgenländer ist hart zu sich selbst. Verbrachte mittlerweile in den acht Jahren, in denen er mit dem Tätowieren richtig loslegte, nach eigenen Schätzungen schon rund 140 Stunden auf der Liege, ohne dabei jemals eine Sitzung wegen Schmerzen abzubrechen. Als ihn sein schwedischer Mitspieler Sebastian Andersson erstmals mit nacktem Oberkörper sah, sagte er erstaunt und im Spaß: „So etwas kenne ich nur von der japanischen Mafia.“

Mittlerweile tätowiert Trimmel auch selbst. Er begann bei seinem eigenen Tätowierer, dann beim Masseur der Union und Mitspielern. Trimmel wird ein eigenen Gewerbe anmelden, weil das Tätowieren  seine riesengroße Leidenschaft ist. Was andere darüber denken, ist ihm ziemlich egal. Der Plan, das nach der Fußball-Karriere hauptberuflich zu betreiben, existiert. Aber zuvor gibt´s die großen sportlichen Pläne, sprich Aufstieg. Die Hoffnung auf die Rückkehr in Österreichs Teamkader hat er noch immer nicht ad acta gelegt, obwohl er weiß, dass aufs einer Position die Konkurrenz groß und auch gut ist.  Im Dezember wartet noch einiger sportlicher Stress auf ihn: Einen Tag vor Weihnachten spielt Union Berlin bei Erzgebirge Aue. Aber das wird ihn nicht daran hindern können,am Heiligen Abend daheim im Burgenland zu sein.

Foto: Union Berlin Media.

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