Fußball

Treffpunkt Belek: Bei Rapid und Austria ist einiges offen

Die Vorbereitungspläne bei Rapid und Austria sind fixiert, da gibt´s sogar Parallelen. Sowohl bei Grün-Weiß als auch bei Violett ist am 3. Jänner Trainingsstart, gibt es ein Trainingslager in der Türkei. Rapid ist elf Tage in Belek, die Austria vier weniger. Vom 22. bis 26. Jänner könnten sich die Wiener Erzrivalen in Belek treffen. Beide absolvieren noch in Wien ein Testspieldoppel. An einem Tag mit zwei verschiedenen Mannschaften zwei Vorbereitungsspiele.  Rapid am 13. Jänner gegen die Zweitligisten Lafnitz, den Ex-Klub von Trainer Ferdinand Feldhofer, und Vorwärts Steyr, die Austria zwei Tage später gegen Traiskirchen und Wiener Linien Elektra aus der Regionalliga Ost. Für Rapid beginnt der Ernstfall nach fünf Tests bereits am 5. Februar in Hütteldorf mit dem Viertelfinale im Uniqa-Cup gegen Hartberg,  für die Austria nach sieben erst eine Woche später beim Schlusslicht Altach.

Bei beiden Klubs ist einiges offen und zu klären. Rapids Initiativen nach dem letzten Spiel waren  Spenden für das Integrationshaus und ein 208 Seiten starker Katalog anlässlich des 10 jährigen Bestehens des Rapid-Museums, genannt Rapideum, der dem verstorbenen Ehrenpräsidenten Rudolf Edlinger gewidmet ist, unter der Devise „gemeinsam kämpfen und siegen“ steht. Personall gab es nichts neues oder konkretes. Es stellt sich die Frage, ob Ercan Kara und Taxiarchis Fountas  weiter in Grün-Weiß gemeinsam kämpfen werden oder ob sie letzte Woche nach Karas Siegestor zum 2:1 gegen Admira in der Südstadt zum letzten Mal gemeinsam jubelten (Bild oben). Ihre Verträge zählen zu den 15, die im Sommer auslaufen, ihre Berater sind hurtig unterwegs. Max Hagmayr richtete dieser Tage via „Kurier“ Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic aus, dass sich eine Vertragsverlängerung für Fountas wirtschaftlich nicht ausgehen wird, damit sich nur noch die Frage stellt, ob man im Winter noch eine Ablöse für den Griechen kassieren will oder  ihn im Sommer gratis ziehen lässt. Wie vor einem Jahr Dejan Ljubicic und vor ihm Stefan Schwab. Die Frage wird sein, ob es im Winter ein Angebot für Fountas geben wird, das Barisic ins Grübeln bringt. Bisher fehlt das. Auch bei Kara. Feldhofer sagte bereits, dass man seiner Ansicht nach Reisende nicht aufhalten soll. Konkret auf einen Spieler bezogen war dies allerdings nicht.

Zu klären bleibt auch, was mit Yusuf Demir passieren wird. Laut spanischen Medien wird der FC Barcelona die Rapid-Leihgabe nicht mehr einsetzen, da mit seinem nächsten Spiel die Klausel im Vertrag mit dem Kaufzwang um zehn Millionen Euro fällig werden würde. Dafür spricht, dass Demir Samstag gegen Elche schon nicht mehr zum Kader gehörte. Die zugleich in den Raum gestellte Prognose, dass Demir im Jänner in die deutschen Bundesliga wechseln wird, entweder Borussia Dortmund, Leverkusen oder Eintracht Frankfurt zehn Millionen Euro für ihn bezahlen werden, ist aber gewagt. Und unrealistisch. Ob in Corona-Zeiten ein Klub so viel für einen 18 jährigen, der bei allem Talent weder bei Rapid noch bei Barcelona Stammspieler war, zahlen wird? Stark zu bezweifeln. Frankfurt etwa könnte das finanziell gar nicht stemmen.

Bei Austria ist das Kapitel „Viola Investment“ zu klären. Bis Weihnachten sollte der Vertrag mit der österreichischen Investorengruppe rund um Ex-LASK-Vizepräsident Jürgen Werner fixiert werden. Seit der Ankündigung sind zwei Wochen vergangen. Ohne Ergebnis. Noch bleiben fünf Tage Zeit. Dann ist Weihnachten.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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