Fußball

Von Kjaer und Milan wusste Hagmayr Bescheid

Die Verpflichtung des dänischen Innenverteidigers Simon Kjaer durch Milan bedeutet nicht das Ende der Pläne, Österreichs Teamspieler Aleksandar Dragovic zu den „Rosso Neri“ zu vermitteln. So klang es jedenfalls, als Dragovic-Berater Max Hagmayr Montag Abend erklärte: „Keine Überraschung, das war ohnehin bereits seit Tagen klar“.  Er wusste davon. Das erklärte er Montag Abend in Istanbul, wo er noch etwas zu erledigen hatte, was nach seinen Aussagen „nicht relevant“ für Österreich ist.  Hagmayr klang am Telefon wirklich nicht konsterniert, ganz im Gegenteil: „Dienstag bin ich in Mailand“, versicherte er. Und zwar nicht nur, ob seinen Klienten Valentino Lazaro am Montag Abend im Inter-Dress zu sehen, wenn er in der Coppa Italia gegen Cagliari von Trainer Antonio Conte eine Bewährungschance erhält.

Milan ist der achte Vereine des 95 fachen dänischen Teamspieler Kjaer seit 2008. Damals holte ihn Palermo um vier Millionen Euro vom FC Midtjylland. Zwei Jahre später zahlte Wolfsburg 12,5 Millionen Euro an Palermo für Kjaer, verlieh ihn aber schon nach einer nicht überzeugenden Saison an AS Roma. Ein Jahr später kehrte Kjaer in die VW-Stadt zurück, ließ erneut einige Wünsche offen. Sein Verkauf nach Frankreich an Lille brachte 2013 nur noch 2,5 Millionen. 2015 zahlte Fenerbahce Istanbul 7,65 Millionen für ihn, zwei Jahre später der FC Sevilla sogar 12,5. De Summe wie Wolfsburg sieben Jahre zuvor. Nach zwei Saisonen wollte ihn Sevilla letzten Sommer Kjaer nicht mehr. Verlieh ihn an Atalanta Bergamo. Beim italienischen Sensationsteam, das im Achtelfinale der Champions League auf den FC Valencia trifft, in der Serie A hinter Tabellenführer Juventus, Inter und Lazio Rom auf Platz vier liegt, spielte er aber keine große Rolle: In den sechs Spielen der Champions League-Gruppe nur einmal im Einsatz, in der  Serie A nur fünfmal, zuletzt Ende Oktober. Da kam Dragovic bei Leverkusen öfters zum Zug.

Jetzt griff Milan auf Leihbasis zu, muss für ihn bei einem endgültigen Kauf im Sommer drei Millionen zahlen. Dragovic kostet derzeit mehr als das dreifache. Zwischen Kjaer und der zurückgekehrten Milan-Hoffnung Zlatan Ibrahimovic gibt´s eine Vorgeschichte: Vor drei Jahren kam es in der Europa League beim Spiel zwischen Manchester United und Fenerbahce zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Ibrahimovic und Kjaer, bei denen Ibrahimovic den Dänen sogar in den Würgegriff nahm. Der bezeichnete den Schweden nachher als „aufgeblasenen, arroganten Kerl“. Ob das alles vergessen ist? Hagmayr gibt zu, dass er in Mailand mehr zu tun hat, als Lazaro zu beobachten. Ob da auch ein Termin auf Milans Geschäftsstelle wegen Dragovic dabei ist, verriet er nicht: „Er ist ja derzeit bei einem seriösen Klub, der in der Europa League spielt.“

 

 

 

 

Foto: AC Milan.

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