Fußball

Vorerst kein Neuer aus Salzburg für Hütters Multi-Kulti-Truppe

Adi Hütter, kommende Saison vorerst der einzige österreichische Trainer in der deutschen  Bundesliga, ist derzeit mit Eintracht Frankfurt auf US-Tour: Trainingslager ,in Salt Lake City.  Er hat den argentinischen Abwehrchef David Abraham rasch als Kapitän bestätigt. Steht für ausführliche Interviews in den deutschen Medien zur Verfügung, von denen viel hängen bleibt. Nicht nur, dass er Fußball in Deutschland mehr als Kultur sieht als in Österreich oder der Schweiz: „18 Vereine, 34 Runden, herrliche Stadien. Viermal gegeneinander zu spielen wie in Österreich und der Schweiz ist doch mühsam.“ Seine Trainerstil beschrieb er als hart, aber gerecht. Es gehe darum das richtige Gefühl zwischen Nähe und Distanz aufzubauen, am Ende hatte er noch zu allen Spielern ein „Topverhältnis“, wie es der Vorarlberger ausdrückt, aufbauen können. Sowohl professionell als auch mit viel Liebe. In seiner Anfangsjahren als Trainer sei er noch zu emotional, impulsiv und ehrgeizig gewesen, jetzt weiß er als Realist: „Kritik muss immer konstruktiv sein.  Nur wenn einer keine Leidenschaft, keine Einstellung zeigt, den Respekt innerhalb der Mannschaft, den es braucht, vermissen lässt, kann ich zu dem sehr ungemütlich werden.“ Er will mit der Eintracht einen Fußball bieten, der Wiedererkennungswert hat, schnell und dynamisch ist: “ Das geht zwar nicht von heute auf morgen. Aber wenn ich drei Monate lang kein Spiel gewinne dann werde ich nicht mehr als die drei Monate haben.“ Aber drei Monate ohne Sieg hat´s bei Hütter noch nie gegeben. Weder in Altach, in Grödig, bei Red Bull Salzburg oder beim Schweizer Meister Young Boys Bern.

Bei Frankfurt hat er inzwischen Eckpfeiler verloren Kevin Prince Boateng wechselte aus privaten Gründen lieber nach Italien zu Sassuolo, den Spanier Omar Mascarell, der Real Madrid gehörte, sicherte sich Vizemeister Schalke.  Nach der Weltmeisterschaft könnte der Abgang des kroatischen Stürmers Ante Rebic folgen. Vier Vereine in Englands Premier League, (Manchester United, Tottenham, Liverpool und Arsenal) sollen an ihm baggern, bei Bayern soll er ebenfalls ein Thema sein. Denn Niko Kovac galt sozusagen als sein sportlicher Ziehvater. Anderseits hat der Vorgänger von Hütter versprochen, keinen Spieler aus Frankfurt für Bayern abzuwerben. Der Marktwert von Rebic stieg während der WM durch den Vorstoß bis ins Endspiel auf 50 Millionen Euro, die Eintracht könnte mit ihm ein Riesengeschäft machen.

Vorerst liegt der Einkaufsrahmen für Sportvorstand Fredi Bobic bei 30 Millionen. Daher angelte er in den letzten Tagen weitere Neue für Adi´s Multi-Kulti-Truppe aus Frankreich, Spanien und Portugal.  Den 18jährigen Innenverteidiger Evan N´Dicka von Auxerre, Mittelfeldabräumer Lucas Torro, den Real Madrid zuletzt in die zweite Liga an Osasuna verliehen hatte, den 23jährigen Porto-Stürmer  Goncalo Paciena, 1,84 Meter groß. Sein Landsmann Francisco Geraldes, Mittelfeldspieler von Sporting Lissabon steht ante portas. International alle noch unbeschriebene Blätter- Österreicher? Fehlanzeige. Offenbar steht die Liga bei Bobic nicht hoch genug im Kurs. Obwohl Hütter wüsste, dass bei seinem Ex-Klub in Salzburg durchaus interessante Verstärkungen für den deutschen Cupsieger zu finden wären. Etwa Jung-Teamspieler Xaver Schlager, geradezu prädestiniert für Hütters schnellen und dynamischen Stil. Abwarten, ob da noch etwas passiert. Wenn Rebic geht, wäre genug Geld  für Schlager in der Kassa.

Foto: Eintracht Frankfurt Media.

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