Fußball

Wann kehrt er als Präsident zurück?

Es wird ein Sonntag der Emotionen und Tränen in Hütteldorf. Zwischen Aufwärmen und Anpfiff Gedenken auf der Fan-Tribüne an Rudi Koblowsky, ein verstorbenes Gründungsmitgleid der Ultras. Dann eine Trauerminute, wenn die Mannschaften schon am Feld sind, für Alfred Körner, dem väterlichen Freund der rapid-Stimme Andy Marek, der danach sein letztes grün-weiße Heimspiel moderieren wird.  Viel Herzblut wird dabei sein, wenn er Montag beginnen wird, sein Büro in der Haupttribüne des Allianz-Stadions zu räumen. Die vielen Geschenke, die ihm Rapid-Fans im Laufe der Jahre gemacht haben, mitzunehmen.  Der große Abschiedsmarathon für ihn begann schon  Donnerstag mit einer internen Feier seiner 34 Mitarbeiter, ging Samstag bei einem Treffen mit den Vertretern der Fanklubs weiter, findet Sonntag dann seinen emotionalen Höhepunkt.

Das letzte Match seiner 28 jährigen Ära wird zugleich eine Premiere sein: Das erste, bei dem er nicht weiß, was  am Ende passieren wird. Einige Überraschungen sind angekündigt. Jedenfalls kommen ehemaliger Sportchefs, Trainer und Spieler aus Meistermannschaften nach Hütteldorf, um das letzte Marek-Spiel mitzuerleben. Die Meistermacher Josef Hickersberger und Peter Pacult, Alfred Hörtnagl, Helmut Schulte fliegt aus Deutschland ein, der jetzige Wolfsberg-Trainer Ferdinand Feldhofer, Marek Kincl, Veli Kavlak, Ümit Korkmaz und noch viele, viele andere. Den Rückzug bereut Marek, der Rapid als Berater erhalten bleibt nicht: „Es geht nicht mehr, wie ich es bisher gewohnt war,“ Dass er für jeden der Ansprechpartner , der etwas von Rapid wollte. Jemanden zu sagen, das geht mich nichts mehr an, geht zu wem anderen, das ist nicht Mareks Welt. Also zog er nach reiflichen Überlegungen, die auf die heftige ärztliche Prognose im Oktober und der Operation im November folgten, die Reißleine. Schon zwölf Tage nach der Operation hatte er als Sprecher der Nationalmannschaft vollgepumpt mit Schmerzmitteln das entscheidende EM-Qualifikationsspiel gegen Nordmazedonien im Happel-Stadion moderiert. Solche „Wahnsinnsaktionen“ sollen nach dem Warnsignal, das er erhielt, künftig nicht mehr zum Alltag gehören. Moderieren wird er weiterhin einige Events, jedes Rapid-Heimspiel besuchen, aber nicht als „Aufpasser“ für  seinen Nachfolger, Sohn Lukas. Marek hat sich vorgenommen, einige Dinge zu tun, für die in den 28 Jahren bei Rapid wenig Zeit war. Etwa längere Urlaube mit seiner Frau Sabine.

Alles wünschen ihm Gesundheit, die ihm auch die Ärzte prophezeiten. Und daher kann man sich Rapid ganz ohne Workoholic Marek nicht vorstellen. Als Berater bleibt er ja erhalten. Aber fast täglich steigt die Zahl derer, die prophezeien, dass dies sicher noch nicht alles war. Sondern nur eine schöpferische Pause sein wird, bis er in großem Stil zurückkehrt. Sogar als neuer Präsident. Die Mehrheit bei Mitgliedern, vor allem bei den wahlberechtigten Fans wäre ihm absolut sicher. Fragt sich nur, wann dies der Fall sein wird. Ob schon 2022 oder erst 2025.

 

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