Fußball

Wer will die Austria-Brust haben? 1,5 Millionen für Spielervermittler

Zwei Begegnungen mit seinem Ex-Teams warten auf Austrias Trainer Christian Ilzer in den letzten drei Runden dieses Jahres: Samstag Hartberg und zwei Wochen später Wolfsberg gastieren in der Generali-Arena am Verteilerkreis im zehnten Bezirk. Dort wollen die Fans vor dem Match unter der Devise „zurück zu alter Stärke“ demonstrieren, ihre Unzufriedenheit über Platz sieben, das drohenden Verpassen der Meisterrunde ausdrücken. Wie so oft in den letzten Wochen wird dabei AG-Vorstand Markus Kraetschmer ihr Buhmann sein. Nur  verhelfen solche Demonstrationen sicher nicht zur alten Stärke. Auch das haben die letzten Wochen gezeigt.

Zwischen Hartberg und Wolfsberg wartet das Wiener Derby gegen Rapid in Hütteldorf. Ein happiges Programm, um die acht Punkte Rückstand auf Platz sechs, auf Hartberg zu reduzieren. Da muss als Grundvoraussetzung ein Heimsieg gegen die Steirer her. Austria hat aus sieben Heimspielen bisher so wie in den letzten zwei Jahren nur zehn Punkte geholt, neun davon mit Siegen  gegen Altach, Sturm Graz und Mattersburg. Im März gelang in der letzten Meisterrunde ein 4:2 über Hartberg, obwohl die Austria die zweite Hälfte nur mit zehn Mann bestreiten konnte.

In Wahrheit müsste sich aber bald in Sachen Investor oder neuer Sponsor etwas tun, um die Wintertransferzeit im Jänner zum dringend notwendigen Umbau der Mannschaft nützen zu können. Sonst bliebe als schlechtere Variante nur der Verkauf von Torjäger Christoph Monschein, um Sportvorstand Peter Stöger einen finanziellen Spielraum zu verschaffen. Alle Aktivitäten geschehen vorerst hinter den Kulissen. Es soll aber eine mehr als großzügige Geste von Vizepräsident Raimund Harreither geben: Er würde die Brust auf den Austria-Dressen, auf denen derzeit sein Unternehmen wirbt,  für einen neuen Sponsor freigeben, ohne dafür etwas von den  bereits geleisteten Zahlungen zurückzufordern. Jetzt müsste sich nur noch ein Sponsor finden, der bereit ist, für den freien Platz auf den violetten Trikots Geld in die Hand zu nehmen, obwohl die Gefahr droht, dass die Werbeleistung dafür überschaubar sein wird, sollte die Austria ab 22.März nicht in der Meisterrunde der ersten sechs vertreten sein,

Warum die Austria finanzielle Sorgen haben könnte, verrieten Freitag auch die von der Bundesliga veröffentlichten Abschlussberichte der zwölf Klubs für die Saison 2018/19: Demnach gab die Austria am meisten für Spielervermittler aus. Nämlich 1,502 Millionen Euro, gefolgt von Rapid mit 1,391. Die großen Verstärkungen kamen trotz üppiger Zahlungen aber nicht zu den Wiener Großklubs. Nur zum Vergleich: Meister Red Bull Salzburg zahlte nur 967.000 Euro an Agenten, der LASK 405.000, Austrias Samstag-Gegner Hartberg gar nur 87.000. Hat aber dabei offenbar besser investiert wie die derzeit acht Punkte Vorsprung auf Violett zeigen.

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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